Fritz und Renate

Fritz liegt auf dem Kanapee,
will gemächlich ruhen.
Seine nervende Renate
findet blöd das und auch fade.
Sie will lieber shoppen gehen,
ratschen, andre Menschen sehen.
Er will seine Ruhe haben,
in dem Pfuhle sich vergraben.
Da beginnt ihr Zorngeschrei;
mit der Ruhe ist’s vorbei.
Fritze sagt mit schlauem Blinken:
„Erst geh’n wir shoppen und dann trinken.“

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Der Kohldampf

Sie sagte ihm ganz liebevoll,
dass er sie immer lieben soll.
Er hat sie nicht mal angeblickt,
war auf dem Stuhle eingenickt.
Das nahm sie ihm gar übel sehr,
und kochte ihm kein Essen mehr.
Die Beine blieben auch geschlossen,
das hat ihn dann noch mehr verdrossen.
Am Schluss dann, nach zwei Hungerwochen,
da kam er wieder angekrochen.
Er sprach: „Ich will dich immer lieben,
nur lass‘ mich nicht mehr Kohldampf schieben.“

Die Hitze

Ich sitze in der Mittagshitze
und warte auf Gedankenblitze.
Die Turmuhr schlägt gerade zwei,
da kommt eine Idee vorbei.
Hingeschrieben, nachgedacht,
den Dichter das nicht glücklich macht.
Also weiter kräftig denken,
das Hirn nun in die Lyrik lenken.
Nein, es klappt nicht, ich vergehe
in der Hitze, und verstehe
die eigenen Gedanken nicht.
Das macht mich krank, der Wille bricht,
jetzt, endlich, das gesuchte Wort,
wo ist es hin? Gedicht ist fort.