Das Schwingen

Die Mutter mahnt ihr Töchterlein,
es solle auf der Hut stets sein
vor männlichen Gefahren
und Freunden, jung an Jahren.

Die Tochter glaubt das alles nicht,
und bald schon zu der Mutter spricht:
„Ach bitte, lass‘ mich gehen.
Ich möchte Klaus heut sehen.“

Da sagt die Mutter sorgenvoll,
worauf die Tochter achten soll.
Vor allen andren Dingen
besonders auf das Schwingen.

„Er schwingt dich auf das Motorrad,
und rüstet bald zur nächsten Tat:
Beim Tanzen schwingt er weiter,
dir wird ganz leicht und heiter.

Er schwingt dich hin, er schwingt dich her;
Dann küsst er dich, er atmet schwer,
und bald schwingt dich der Bube
aufs Bett in seiner Stube.“

Die Mutter fragt ihr Töchterlein:
„War denn die Zeit mit Klaus auch fein,
und – schwang er? Bitte sage!“
Ja…das war hier die Frage.

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Das Nilpferd und das Krokodil

Das Nilpferd und das Krokodil,
die trafen sich am Weißen Nil.
Das Nilpferd sprach: „Du Nimmersatt,
warum bist du nur immer platt?“
Das Krokodil sprach grinsend nur:
„ICH achte halt auf die Figur“.

11 Unsinns-Zweizeiler

1
Der Hase hoppelt in die Hecke,
auf dass man ihn dort nicht entdecke.

2
Wenn’s Christkind kommt zur Weihnachtszeit,
ist es bis Ostern nicht mehr weit.

3
Die Reichen lieben sich auf Plüsch;
die Armen treiben’s im Gebüsch.

4
Es ist noch lang kein Wintermärchen,
sieht man im Schnee ein Gummibärchen.

5
Senkrecht und ganz ohne Hast
fiel der Apfel von dem Ast.

6
Bevor er Jodeln sie gelehrt,
da machte sie es ganz verkehrt.

7
Mancher kommt bedeutend schneller
als nach oben in den Keller.

8
Es rasen oft mit Affenzahn
die Züge von der Deutschen Bahn.

9
Weil Ursula sich nicht gewehrt,
ward sie von Waldemar entehrt.

10
Er parkte frech, mit List und Tücke,
den Wagen in der engen Lücke.

11
Als Gymnasiast der Eberhard
aus Ehrgeiz fast ein Streber ward.