Das Schwingen

Die Mutter mahnt ihr Töchterlein,
es solle auf der Hut stets sein
vor männlichen Gefahren
und Freunden, jung an Jahren.

Die Tochter glaubt das alles nicht,
und bald schon zu der Mutter spricht:
„Ach bitte, lass‘ mich gehen.
Ich möchte Klaus heut sehen.“

Da sagt die Mutter sorgenvoll,
worauf die Tochter achten soll.
Vor allen andren Dingen
besonders auf das Schwingen.

„Er schwingt dich auf das Motorrad,
und rüstet bald zur nächsten Tat:
Beim Tanzen schwingt er weiter,
dir wird ganz leicht und heiter.

Er schwingt dich hin, er schwingt dich her;
Dann küsst er dich, er atmet schwer,
und bald schwingt dich der Bube
aufs Bett in seiner Stube.“

Die Mutter fragt ihr Töchterlein:
„War denn die Zeit mit Klaus auch fein,
und – schwang er? Bitte sage!“
Ja…das war hier die Frage.

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Kindererziehung in der Bahn

Das Kind blickt trotzig, zornig, wollend,
die Mutter hält es sanft zurück.
Nun tritt es noch, die Augen rollend,
rutscht gar von ihrem Schoß ein Stück.
Doch sieh‘ nur an, was jetzt geschieht,
wie sie das wilde Ding erzieht:
Ein Mutterwort ins Ohr hinein
-schon strahlt das Kind wie Sonnenschein.