Die Migranten sind schuld

Die Migranten sind schuld!
Die deutsche Sprache wird immer ärmer!
Junge Leute können nicht mehr lesen!
Die Borkenkäfer zerstören unsere Wälder!
Merkel sagte: „Wir schaffen das“!
Nordafrikanische Jünglinge kippen das Klima!
Sie vergewaltigen deutsche Mädchen!
Im schönen Mittelmeer schwimmen Leichen herum!
Wie schön war es zur Kaiserzeit!
Und Hitler war eigentlich auch nicht schlecht!
Nur die Juden hätte er in Ruhe lassen sollen!
Der Duce war ein großer Mann!
Und Stalin, Idi Amin, Bocassa, Papa Doc, Somoza, Peron, etc.!
Warum hilft die EU nicht?
Sie will nur gerade Gurken!
Und neue Glühbirnen!
Und die EZB gibt keine Zinsen mehr!
Armes Deutschland, arme Welt!
Jetzt brauchen wir neue Führer!
(Salvini, Le Pen, Wilders, Kaczynski, Erdogan, Putin, Trump, Xi, Bolsonaro etc.)!
Die alten Führer wären auch nicht schlecht gewesen!
Aber leider sind sie tot!
Vielleicht hilft die Kirche?
Doch die Priester ficken Kinder!
Wo ist Gott?
So umarmen wir Bäume und schicken Wünsche an das Universum!
Dann klappt es auch wieder mit dem Klima!

Was gibt es heute zu essen?
Kommt etwas Gescheites im Fernsehen?
Ist Fußballtag?
Ist das Gehalt oder die Rente schon eingegangen?

Das Leben ist schön!

Gute Nacht!

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Die Schweine in der Stadt

Zwei Schweine gingen durch die Stadt,
in der es viele Schweine hat.
Sie suchten aus das Rathausschwein,
es sollte Bürgermeister sein.

Den Schweinen ging es nun sehr gut,
und bald kam auch der Übermut.
Er küsste sie zart auf den Po
und auf die Brüste sowieso.

Das machte beide Schweine geil,
sogar das Rathausschwein nahm teil
an der Schweinesudelei,
das Priesterlein war auch dabei.

Wie konnte es nun anders sein –
Der Metzger kam sehr bald herein,
beendete das Schweinespiel,
Würste, Schnitzel gab es viel.

Schweine in der Stadt

Zwei Schweine gingen durch die Stadt,
in der es viele Schweine hat.
Sie suchten aus das Rathausschwein,
es sollte Bürgermeister sein.

Den Schweinen ging es nun sehr gut,
und bald kam auch der Übermut.
Er küsste sie zart auf den Po
und auf die Brüste sowieso.

Das machte beide Schweine geil,
sogar das Rathausschwein nahm teil
an der Schweinesudelei,
das Priesterlein war auch dabei.

Wie konnte es nun anders sein –
Der Metzger kam sehr bald herein,
beendete das Schweinespiel,
Würste, Schnitzel gab es viel.

Das Labyrinth

Das Labyrinth

Die Menschheit lebt im Gift, schwimmt zwischen Waffen, Autos und Plastikmüll in stinkender Brühe. Der Planet erstickt uns und auf ihm sterben die Lebewesen. Es wird immer heißer, die Pole schmelzen, die Meere laufen über. Despoten, Tyrannen, Diktatoren, Aktionäre, Milliardäre, Volksverführer, Heilsbringer, Weltverbesserer, Nationalisten, Religionsfanatiker, Verschwörungstheoretiker sagen, was richtig und was gut sei. Einige haben die Macht, andere das Geld. Etliche glauben, die Wahrheit zu kennen und weise zu sein. Manche schreien nach einer Revolution.

Wir alle rennen ständig gegen die Wand. Holen uns Beulen, an die wir gewohnt sind. Wie geht es weiter? Gibt es noch ein Schlupfloch? Unsere Welt ist ein Labyrinth geworden, aus dem wir nicht mehr herausfinden. Wo könnte es einen Weg geben? Hat das Labyrinth noch einen Ausweg?

Wir laufen im Kreis herum. Ab und zu bemerken wir, dass wir an derselben Stelle schon mal waren. Ach, hätten wir jetzt Ariadnes Faden. Der Minotaurus wartet auf uns. Wir rennen in unser Verderben. Vielleicht könnten wir einen Tunnel in die Erde bohren und uns so davonschleichen.

Wo ist der Ausweg?

Der zweite Mitreisende schaltet sich ein

„Wenn ich auch einmal etwas dazu sagen darf“, beginnt er, „dann ist alles, was Ihr bisher von Euch gegeben habt – ich darf Euch doch duzen, hoffe ich – ein ziemliches ‚Rumgeeiere‘.
Ihr seid zum einen neugierig, und zum anderen habt ihr Angst. Und deshalb seid ihr auf dieses Boot gestiegen.
Andere, die nur im Diesseits leben, denen das Davor und Danach egal ist, die denken ‚nach mir und vor mir war das Nichts und wird wieder das Nichts sein, zumindest, was meine Person betrifft‘, würden ja wohl nicht mit in dieses Boot steigen, denke ich.
Oder vielleicht würden sie auch versuchen, die Suchenden auf diesem Boot zu bekehren und sich bemühen, ihnen klar zu machen, dass es nichts zu suchen gebe, also gewissermaßen ‚anti-missionarisch‘ wirken. Die Menschen sollten sich mit dem Leben im Diesseits zufrieden geben und daraus das Beste machen. Nicht ihre Zeit mit sinnloser Sucherei vertun.
Schließlich gebe es so viel Sinnvolles auf dieser Welt anzupacken, so viele Probleme der derzeit lebenden Menschheit seien zu lösen, dass für Religionen, Philosophie und ähnlichen weltverbesserischen Schnickschnack weder Zeit noch Raum sei. Und die Probleme der Zukunft können nur diejenigen lösen, die in der Zukunft leben. Wir können nur aus der Vergangenheit lernen und – gewissermaßen als Mittler zwischen der Vergangenheit und der Zukunft – mithelfen, die Weichen so zu stellen, dass der Zug der Menschheit zukünftig nicht völlig entgleist. Halb sei er ja schon aus der Spur gekommen.
Und genau daran seien die Religionen schuld. Die Philosophie habe auch nicht weiter geholfen. Lediglich die Erkenntnisse der Naturwissenschaften können weiterhelfen. Und eine ‚Ethik‘ müsse geschaffen werden, die für alle verbindlich sei.“
„Aber ich kann euch versichern“, fährt er fort, „ich will euch nicht bekehren. Ganz so sicher bin ich mir ja auch nicht. Nicht, dass ich wirklich Angst hätte – ob vor unserem Leben oder nach dem Tod unsere Person betreffend etwas war oder sein wird, werden wir ja früh genug erfahren.

Na ja“, bei diesen Worten kratzt er sich am Kopf, „wenn vor unserem Leben etwas gewesen wäre, dann müssten wir das doch eigentlich wissen. Oder hat uns jemand eine Amnäsie verordnet? Forscher haben herausgefunden, dass Säuglinge bereits bei der Geburt und auch schon im Embryonalstadium und sogar davor eine Menge an Genen mitbringen. Wie könnte es auch anders sein? Jedes Tier hat in der Natur seine Gene von den Vorfahren mitbekommen.
Aber was ist in unseren Genen enthalten? Und was lernt der Säugling vor der Geburt und danach erst dazu? Jedes Tier hat einige Instinkte schon von Anfang an mitbekommen, so scheint es, und andere Dinge muss es erst lernen. Und bei uns Menschen scheint es ähnlich zu sein, sagt die relativ neue Wissenschaft der Entwicklungspsychologie. Die Triebe, das ‚Es‘, um mit Freud zu sprechen, sind von Anfang an da. Babys suchen die Brust zum Saugen, schreien, wenn sie Hunger haben oder sich unwohl fühlen, aber das Erkennen der Mutter, das Sprechen oder das Laufen, kommt erst nach und nach.
Aber ist da noch etwas in den Genen? Etwas, was von anderer Art ist? Sind ‚Erfahrungen‘ der Vorfahren in den Genen gespeichert? Von ‚Archetypen‘ spricht C.G. Jung. Haben wir bereits Ängste in uns? Die Fähigkeit, uns gegenseitig zu töten oder zu lieben? Eine ‚Veranlagung‘ zum Mitleid oder zur Rache?
Haben wir gar schon einmal früher gelebt? Angeblich soll es einige Fälle geben, in denen Menschen plötzlich Dinge berichtet haben, die sich in früherer Zeit zugetragen haben und von denen sie nichts wissen konnten, zum Teil haben sie in fremden, alten Sprachen gesprochen, so wird berichtet.
Aber wissenschaftlich exakt bewiesen worden sind solche Dinge seltsamer weise in keinem Falle, soweit es mir bekannt ist. Genau so wenig wie UFO-Landungen.
Und das Vorhandensein einer ‚Seele‘, was immer das sein mag, ist auch noch nie wissenschaftlich bewiesen worden.
Meine Oma hat immer – frei nach Shakespeare – gesagt: ‚Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt.‘

Oh weh“, sagt der zweite Mitreisende. „Ich wollte euch eigentlich ein paar ganz logische Dinge übermitteln, einige Dinge, die ich in mir fühle, und die in mir so klar vorhanden sind, dass sie eigentlich nur herauswollen. Sie schreien geradezu danach.
Aber jetzt fange ich genauso wie ihr an, ‚herumzueiern‘. Schande über mich. Ich habe lange nicht mehr so richtig diskutiert. Mir fehlt wohl die Übung. Es gibt ja leider nur wenige Menschen, mit denen man diskutieren kann, ohne sich von Besserwissern, Oberlehrern, fest überzeugten Atheisten oder ebenso fest überzeugten Gläubigen oder auch Esoterikern oder sonstigen spirituellen Menschen sagen lassen zu müssen, was richtig und was falsch ist. Ich wollte Euch einfach nur das, was ich als klar und logisch ansehe, erklären. Doch je klarer sich das, was ich für ‚richtig‘ halte, in mir darstellt, umso schwieriger kann ich das Euch vermitteln. Entweder bin ich zu blöde oder zu ungebildet oder rhetorisch zu ungeschickt.
Bitte entschuldigt mein Vorpreschen. Vielleicht kann ich ja später nochmals darauf zurückkommen. Wie mir scheint, kann diese Bootsreise noch eine Weile dauern“.

Das Gute und das Böse

Das Gute und das Böse
Oder: Lasst uns alle tot sein

„Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, was man lässt“. So sagte es Wilhelm Busch. Er konnte gut zeichnen und illustrieren. Aber konnte er auch denken? Vieles soll er ja betrunken geschaffen haben. Vielleicht auch diesen Spruch.

Nach diesem Spruch ist nicht handeln besser als handeln.

Wer nichts Böses tut, tut damit automatisch Gutes.

Damit wird Nichthandeln zum Handeln.

Phänomenal. Die Quadratur des Kreises.

Am besten ist Schlafen; denn: „Wer schläft, der sündigt nicht.“

Noch besser wäre der Tod: Aus dem Schlaf wachen wir ja wieder auf, um weiter zu sündigen. Der Tod macht für immer frei von allem Sündigen. Wer tot ist, tut kein Böses mehr. Das wäre die endgültige Lösung.

Also: Am besten leben die, die schon tot sind. Noch eine Quadratur des Kreises.

Dabei ist dem Volksmund jederzeit ganz klar, was gut und was böse ist.

Anhand von Beispielen lässt sich das leicht darstellen. Alle sind sich einig, was das Gute und das Böse ist. Jedenfalls die Menschen eines Volkes. Oder einer Nation. Oder eines Erdteiles. Oder die Abkömmlinge des Homo Sapiens. Oder die Männer. Manchmal auch die Frauen. Die Linken und die Rechten. Die Nüchternen und Betrunkenen. Die Armen und die Reichen. Die Gebildeten und Ungebildeten. Die Sozialen und Asozialen. Die Arbeiter, Angestellten, Beamten, Handwerker, Bauern, Ärzte, Juristen, Künstler, Schriftsteller, Geistlichen, Militaristen und Pazifisten. Und natürlich die Politiker. Die Heiligen und die Henker.

Jedenfalls grundsätzlich.

Im Detail gibt es natürlich einige Unterschiede. Mal gilt das ehemals Böse als gut; mal ist es umgekehrt. Die Zeiten und Einstellungen ändern sich. Was in den alten Kulturen gut war, ist heute schlecht. Nur die Änderungs-Halbwertzeiten werden immer kürzer. Manchmal sind sie schon kürzer als ein Menschenleben geworden. Was man als Kind gelernt hat, ist heute völlig verkehrt. Und was wir unseren Kindern heute zu vermitteln versuchen, wird von diesen vielfach schon, während wir es sagen, verächtlich abgetan.

Für alles gibt es wissenschaftliche Studien. Bald gibt es mehr Studien als Menschen. Aber keine kann uns sagen, was gut und was böse ist.

So tappen wir weiterhin im Dunkeln und warten auf die Erleuchtung.

Der Professor und der Arzt

Professor Lobrecht hatte Schmerzen
an dem Rücken und am Zeh.
Der Magen drückte und am Herzen
tat es manchmal etwas weh.

Lobrecht wollte Stärke zeigen,
musste seinen Mann stets stehn,
gehörte niemals zu den Feigen,
die immer gleich zum Arzte gehn.

Doch seine braves Eheweibchen                                                                                                 jagte ihn zum Doktor hin;
rückte täglich ihm ans Leibchen.
Widerstand war ohne Sinn.

Und nun fragte der Herr Doktor:
„Wo tut‘s weh, was sagt das Blut?“
Lobrecht wusste nichts zu sagen:
Heute ging es ihm doch gut.

Noch lang der Herr Professor lebte,
nur langsam wurde Lobrecht alt.
Des Doktors Leben längst entschwebte,
die gute Frau war auch schon kalt.