
Die Mücken schwirren um das Licht.
Das grelle Licht, es stört sie nicht.
Die eine aber dort verbrennt.
„Ich war die Beste“, sie sich denkt.

Die Mücken schwirren um das Licht.
Das grelle Licht, es stört sie nicht.
Die eine aber dort verbrennt.
„Ich war die Beste“, sie sich denkt.

Der Bach mäandert durch das Tal.
Die Tiere dort in großer Zahl.
An seinem Ufer Büsche steh’n.
Als Kinder fanden wir ihn schön.
Die Sonne gibt ihm Spiegelbild.
Mal fließt er sanft und manchmal wild.
Ich denke an die Kinderzeit,
die lang vorbei, das tut mir leid.
Ein Biber fraß die Bäume auf!
Der Bach verändert seinen Lauf.
So ist er immer wieder neu.
Der Biber macht das Wasser frei.

Bin hier seit zwölfhundert Jahren,
vor mir war es ein Römerweg.
Kutschen sind auf mir gefahren,
hinten kommt aus Holz ein Steg.
Ritter, Bauern und Kanonen,
befuhren mich zu ihrer Zeit.
Heute fliegen oben Drohnen;
der Krieg bringt immer Menschenleid.
Wenn die Heutezeit vergangen,
werde ich nur ein Feldweg sein.
So, wie Tiere auf mir sprangen,
wird es im neuen Frieden sein.
–

Ist der Himmel frühlingsblau,
fühlt der Mensch es ganz genau,
dass der Winter enden soll!
Alle sind der Hoffnung voll.

Im Wahlkampf geht es feurig her,
wer hier denn nur der Beste wär.
Sie streiten sich, so ist es recht;
DIES ist sehr gut, und DAS ist schlecht.
DU weißt es nicht, doch ICH weiß, wie –
So lebt bei uns Demokratie.
Wir wählen gerne, dann und wann,
das ist es, was man machen kann.
Berlin, Europa, Kommunal,
viel Wahlen gibt es an der Zahl.
Am Ende ändert sich nicht viel –
Doch wir spielen gern dies Spiel!

Der Herbst war schön, das Wetter mild;
im Garten wurde noch gegrillt.
Die Menschen waren wirklich froh,
es war ja schon seit Jahren so.
Die weiße Weihnacht gab es nicht;
das ist auch nicht des Wetters Pflicht.
Wir wanderten im grauen Wald.
Das Herz war froh, die Füße kalt.
Dann kam ein rauer Januar;
gefroren war das Schnurrbarthaar.
Es fiel der Schnee, und immer mehr.
Eisregen macht das Leben schwer.
Die Sonne schien nur sehr gequält.
Vitamin D den Menschen fehlt.
Ach komme bitte, Frühlingszeit!
„Ich bin fast da, bald ist’s so weit!“
.

Kuschelzeit für Mensch und Tier,
bei diesem Wetter bleibt man hier.
Alle sitzen hier gemeinsam
denn ansonsten sind wir einsam.

Die Verse und die Poesie;
den Sinn begreift der Dichter nie.
Er schreibt drauf los, jetzt ist es da!
Die ganze Welt ist wunderbar.
Der große Wurf gelingt ihm kaum.
Ein Dichter lebt in seinem Traum.

Wir sind klug und wir sind weise,
der Herrgott schickt uns auf die Reise.
Mancher reist in weite Fernen
und schaut zu des Südens Sternen.
Andere zu Hause bleiben,
die Nase an der Scheibe reiben.
Einige fahr‘n kurze Strecken,
schau‘n nur über Heimathecken.
Doch mit dem Sparticket zu reisen,
das gefällt nicht mal uns Weisen.
So reisen wir das ganze Leben,
solange uns die Zeit gegeben.
Und wenn einst die Reise endet,
ist unser kleines Los vollendet.
.