
Das Wasserloch am Waldesrand
ist den meisten unbekannt.
Die Tiere trinken gerne hier;
es ist ihr Lebenselixier.
Kein Tier dem anderen Übles tut.
Am Wasserloch der Frieden ruht.
Wenn es bei Menschen auch so wär:
Ein Wasserloch, das müsste her!

Das Wasserloch am Waldesrand
ist den meisten unbekannt.
Die Tiere trinken gerne hier;
es ist ihr Lebenselixier.
Kein Tier dem anderen Übles tut.
Am Wasserloch der Frieden ruht.
Wenn es bei Menschen auch so wär:
Ein Wasserloch, das müsste her!

Ab 60 wird das Leben schön,
muss nicht mehr lang zur Arbeit geh’n.
Jetzt kommt die schöne, freie Zeit;
bis zu dem Tode ist’s noch weit.
Kann auf die Verwandtschaft pfeifen;
ein Rentnerleben, das muss reifen.
Ab 70 ist der Kampf vorbei.
Verwandtschaftskram ist einerlei.
Kann jetzt so leben, wie ich mag,
und freue mich auf jeden Tag.
Ein Arzttermin kommt ab und zu,
wenn es nicht schlimm ist, hab‘ ich Ruh‘.
Doch leider kommt es anders oft,
und nicht so schön, wie ich erhofft.
Der alte Löwe brüllt nicht mehr,
den Brüllen fällt ihm jetzt sehr schwer.
Die Zähne fallen ihm heraus –
mit Löwenmähne ist es aus.
Die Weiber schaun ihn nicht mehr an,
es ist vorbei, du Löwenmann.
Und bei dem ganzen Ach und weh,
recht glücklich durch die Tage geh‘.
Genieße das, was jetzt noch geht,
für Freude ist es nie zu spät.

Der Herbst war schön, das Wetter mild;
im Garten wurde noch gegrillt.
Die Menschen waren wirklich froh,
es war ja schon seit Jahren so.
Die weiße Weihnacht gab es nicht;
das ist auch nicht des Wetters Pflicht.
Wir wanderten im grauen Wald.
Das Herz war froh, die Füße kalt.
Dann kam ein rauer Januar;
gefroren war das Schnurrbarthaar.
Es fiel der Schnee, und immer mehr.
Eisregen macht das Leben schwer.
Die Sonne schien nur sehr gequält.
Vitamin D den Menschen fehlt.
Ach komme bitte, Frühlingszeit!
„Ich bin fast da, bald ist’s so weit!“
.

Bis zum Himmel ist es weit,
sagt der Mensch zur Frühlingszeit.
Sorglos lebt er so dahin,
voller Freude ist sein Sinn.
.
Im Sommer aber ward es schwer,
das Leben schwankte hin und her.
Herr Doktor wurde oft besucht,
das ganze Leben schien verflucht.
.
Der Herbst verlangt die letzte Kraft.
Des Menschen Kräfte sind erschlafft.
Er schleppt sich müde nur dahin
und fragt nach seines Lebens Sinn.
.
Die Winterszeit bring recht viel Not.
Das Leben endet mit dem Tod.
Gerade diesem noch entronnen,
etwas Lebenszeit gewonnen.
.
Bis zum Himmel ist es weit,
sagt der Mensch zur Frühlingszeit.
Sorglos lebt er so dahin,
voller Freude ist sein Sinn.
.
#gedichte

Durch Wolken bis zum Himmel sehen,
von einem Pol zum andern gehen.
So macht das Leben ganz viel Freude.
Am allerschönsten ist es heute!
–

Wir sind klug und wir sind weise,
der Herrgott schickt uns auf die Reise.
Mancher reist in weite Fernen
und schaut zu des Südens Sternen.
Andere zu Hause bleiben,
die Nase an der Scheibe reiben.
Einige fahr‘n kurze Strecken,
schau‘n nur über Heimathecken.
Doch mit dem Sparticket zu reisen,
das gefällt nicht mal uns Weisen.
So reisen wir das ganze Leben,
solange uns die Zeit gegeben.
Und wenn einst die Reise endet,
ist unser kleines Los vollendet.
.

Manche laufen hin und her,
als ob das alles wichtig wär.
Andre laufen her und hin,
und denken so, es habe Sinn.
Einige, sie schauen zu,
sie sind satt und wollen Ruh.
Letztlich sind sie alle gleich,
streben zu dem Himmelreich.
Sie vernichten ihren Feind,
und hochloben jeden Freund.
Jeder macht’s auf seine Art,
es wird nicht am Geld gespart.
Schließlich siegt die Toleranz.
Gedicht fertig, Hund hat Schwanz.
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#gedichte

Der Spatz im Frühlingssonnenschein
hüpft munter in den Tag hinein.
Er pickt nach allem, was er mag,
verbringt so jeden Sonnentag.
Anders lebt der Spatz bei Regen:
Fliegen kommen ihm entgegen.

Der Ehrenbürger
Er ist klug und auch sehr rund.
Trinkt nicht viel, ist recht gesund.
Hat im Dorfe viel getan,
manches kam auch ganz gut an.
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Also sprach der große Rat:
„An dem Sepp wird nicht gespart.
Große Ehren kriegt er hier,
keine Steuer, freies Bier“.
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Straße wird benannt nach ihm,
alle Leute grüßen ihn.
Er ist aller Ehren wert,
sitzt ganz vorn beim Kurkonzert.
.
So geht seine Zeit dahin.
Nette Bürger mögen ihn.
Andren ist er einerlei.
Und sein Grab ist kostenfrei.