Kochen oder nicht

Ich schneide jetzt die Zwiebel,
doch dabei wird mir übel,
und meine Tränen fließen.
Jetzt muss ich auch noch niesen.

Gut kochen für das Leben,
es ist mir nicht gegeben.
Warum soll ich mich stressen?
Ich geh‘ im Gasthaus essen.

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Die Schwalben

Endlich sind die Schwalben hier.
Seit November warten wir
auf das Zwitschern in der Höh‘.
Schön, dass ich sie wieder seh‘.

In des Jahres langem Lauf
fressen sie die Mücken auf.
Schlafen nachts in ihrem Nest,
Wenn man sie in Ruhe lässt.

Wenn es bei uns Schwalben gibt,
ist das Leben ungetrübt,
und wir warten, sonnenklar,
auf das nächste Schwalbenjahr.

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Der Waldbrand

Aus heiterem Himmel kommt ein Blitz.
Ich dachte erst, es sei ein Witz.
Ganz dunkelrot der Wald erglüht,
so wie man es im Film nur sieht.

Am Himmel grinst der Höllenhund,
es tut sich auf ein Feuerschlund.
Das Haus verbrennt, scharf sticht die Luft.
Der Menschen Reichtum ist verpufft.

Des Waldes Boden, dunkelbraun,
sehr traurig ist er anzuschaun.
Doch nächstes Jahr zur Frühlingszeit,
sprießt neues Leben weit und breit.

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