
Wir wandern in der Zeit umher;
das Laufen fällt uns gar nicht schwer.
Wir hoffen, dass es ewig sei,
doch eins, zwei, drei ist es vorbei.

Wir wandern in der Zeit umher;
das Laufen fällt uns gar nicht schwer.
Wir hoffen, dass es ewig sei,
doch eins, zwei, drei ist es vorbei.

Aus heiterem Himmel kommt ein Blitz.
Ich dachte erst, es sei ein Witz.
Ganz dunkelrot der Wald erglüht,
so wie man es im Film nur sieht.
Am Himmel grinst der Höllenhund,
es tut sich auf ein Feuerschlund.
Das Haus verbrennt, scharf sticht die Luft.
Der Menschen Reichtum ist verpufft.
Des Waldes Boden, dunkelbraun,
sehr traurig ist er anzuschaun.
Doch nächstes Jahr zur Frühlingszeit,
sprießt neues Leben weit und breit.
.

Die Verse und die Poesie;
den Sinn begreift der Dichter nie.
Er schreibt drauf los, jetzt ist es da!
Die ganze Welt ist wunderbar.
Der große Wurf gelingt ihm kaum.
Ein Dichter lebt in seinem Traum.

„Gib Pfötchen, Max,“ Frau Brummer sagt,
weil ihr die Dominanz behagt.
„Dein Max ist aber wirklich lieb,
vergisst ganz seinen Mannestrieb,“
lobt sie die Ann, lang Witwe schon,
und krault ihn frech in dem Salon.
Als Max das rechte Beinchen hebt,
Frau Brummers Schrei im Raume schwebt.

In trübem Wetter leben wir,
doch manche sind ganz gerne hier.
Wir lieben jeden Sonnenstrahl,
der selten hier ist, allemal.
Träumen von der Sommerhitze,
lieben die Gewitterblitze.
Auch Frühlingswärme wäre schön;
jetzt ist Nebel nur zu sehn.
Es hilft kein Jammern und kein Schrein:
Wir müssen halt zufrieden sein.

Ein Blatt tanzt in der klaren Luft,
aufgehängt am Spinnenfaden.
Die Herbsteszeit den Winter ruft.
Vorher kommen Nebelschwaden.
.
Schön ist sie dennoch, diese Zeit
mit den kühlen Sonnenstrahlen.
Jetzt kann der Herrgott weit und breit
jedes Blatt mit Gold bemalen.

Nachts, bei klarem Sternenhimmel
kam der Waldemar, der Lümmel;
holt das Einbruchswerkzeug raus,
klaute alles aus dem Haus,
das Herrn Präsident gehört.
Die Tageszeitung war empört.
Doch der Polizeichef schwört:
„Den Waldemar hab ich verhört.
Er kann es nicht gewesen sein;
und sein Alibi ist rein.“
Also ward der Klaus gefasst;
denn die Obrigkeit er hasst.
Steckt ihn in den Knast im Nu,
und das brave Volk hat Ruh‘.
.

„Wenn dir alle Glieder schmerzen,
fehlt es manchmal dir am Herzen.“
Der alte Doktor weiß Bescheid.
Dann bist du tot. Das tut ihm leid.
.

Der Wind pfeift um den Hochhauskasten,
die Menschen eilen sich und hasten,
als ob’s der Sinn des Lebens sei.
Ein jeder Tag geht so vorbei.
Doch irgendwann tritt Ruhe ein.
Der Mensch denkt nach: Musste das sein?