Der Waldbrand

Aus heiterem Himmel kommt ein Blitz.
Ich dachte erst, es sei ein Witz.
Ganz dunkelrot der Wald erglüht,
so wie man es im Film nur sieht.

Am Himmel grinst der Höllenhund,
es tut sich auf ein Feuerschlund.
Das Haus verbrennt, scharf sticht die Luft.
Der Menschen Reichtum ist verpufft.

Des Waldes Boden, dunkelbraun,
sehr traurig ist er anzuschaun.
Doch nächstes Jahr zur Frühlingszeit,
sprießt neues Leben weit und breit.

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Max, der Hund

„Gib Pfötchen, Max,“ Frau Brummer sagt,
weil ihr die Dominanz behagt.
„Dein Max ist aber wirklich lieb,
vergisst ganz seinen Mannestrieb,“
lobt sie die Ann, lang Witwe schon,
und krault ihn frech in dem Salon.
Als Max das rechte Beinchen hebt,

Frau Brummers Schrei im Raume schwebt.

Spätherbstgedanken

In trübem Wetter leben wir,
doch manche sind ganz gerne hier.
Wir lieben jeden Sonnenstrahl,
der selten hier ist, allemal.
Träumen von der Sommerhitze,
lieben die Gewitterblitze.
Auch Frühlingswärme wäre schön;
jetzt ist Nebel nur zu sehn.
Es hilft kein Jammern und kein Schrein:
Wir müssen halt zufrieden sein.

Herbstbeginn

Ein Blatt tanzt in der klaren Luft,

aufgehängt am Spinnenfaden.

Die Herbsteszeit den Winter ruft.

Vorher kommen Nebelschwaden.

.

Schön ist sie dennoch, diese Zeit

mit den kühlen Sonnenstrahlen.

Jetzt kann der Herrgott weit und breit

jedes Blatt mit Gold bemalen.

Der Täter

Nachts, bei klarem Sternenhimmel
kam der Waldemar, der Lümmel;
holt das Einbruchswerkzeug raus,
klaute alles aus dem Haus,
das Herrn Präsident gehört.
Die Tageszeitung war empört.
Doch der Polizeichef schwört:
„Den Waldemar hab ich verhört.
Er kann es nicht gewesen sein;
und sein Alibi ist rein.“
Also ward der Klaus gefasst;
denn die Obrigkeit er hasst.
Steckt ihn in den Knast im Nu,
und das brave Volk hat Ruh‘.

.

Der Wind des Lebens

Der Wind pfeift um den Hochhauskasten,
die Menschen eilen sich und hasten,
als ob’s der Sinn des Lebens sei.
Ein jeder Tag geht so vorbei.
Doch irgendwann tritt Ruhe ein.
Der Mensch denkt nach: Musste das sein?

Friedensbitte

Das Maß ist voll, das Leid ist groß.

Was ist nur auf dem Erdball los?

Wann wird denn endlich Frieden sein,

wo Menschen sich des Lebens freun?

.

Die Zeichen stehen nicht so gut.

Der Krieg in Schützengräben ruht.

Ein schwerer Panzer explodiert.

Der Mütter Leid zu Tränen rührt.

.

Die weiße Friedenstaube stirbt.

Trump’s Austernfrühstück schnell verdirbt.

In Gaza sterben Kinderlein.

Wer mag sich da des Lebens freun?

.

Wir hoffen weiter, Tag für Tag.

Es sich zum Bess´ren wenden mag.

Den Frieden gib uns, lieber Gott.

Es sind schon viel zu viele tot.

#gedichte #frieden