Früher war alles viel besser

(Eines meiner Gedichte aus ca. 1980, leider teilweise noch heute aktuell. Manche wollen nicht lernen.)

Früher war alles viel besser,
das Essen, das Leben, der Krieg.
Wie plätscherten klar die Gewässer,
und stolz kämpfte man für den Sieg.

Man floh noch des Schullehrers Rute,
und träumte so froh in der Not.
Die Schurken erhielten die Knute,
wir ehrten, weil hungrig, das Brot.

Man achtete noch die Gesetze
und diente ganz brav und loyal,
verschloss seine Ohren der Hetze
von links, wie’s der Führer befahl.

Und wie ging es dann an das Aufbau‘n,
wir nahmen die Schippe zur Hand!
Da könnte man heute glatt draufhau‘n,
sieht man das Gesindel im Land.

Im Kopf habe sie leere Flausen,
sind rot oder grün nebenbei.
Zu zwölft sie in Bruchbuden hausen,
sie stinken, sind dreckig – und frei.

Und dann erst die ganzen Kanaken,
der farbige Abschaum im Land.
Man sollte am Kragen sie packen,
dann stellen wir sie an die Wand.

Falls Krieg kommt, so muss es ihn geben,
wir werden ihn schon übersteh‘n.
Die Kinder, falls sie es erleben,
sie werden es später dann seh’n:

Denn früher war alles viel besser,
das Essen, das Leben, der Krieg.
Wie plätscherten klar die Gewässer,
und stolz kämpfte man für den Sieg.

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Die Entwicklung des Menschen

Der neue Mensch ist hochgelehrt,
nur sein Gehirn scheint ausgeleert.
Gestern war’s noch unversehrt,
doch heute ist es ausgekehrt.

Nun leben wir ganz unbeschwert,
die alte Angst ist abgewehrt.
Vielleicht ist alles ganz verkehrt?
Dann werden wir halt zwangsernährt.