
Die Mücken schwirren um das Licht.
Das grelle Licht, es stört sie nicht.
Die eine aber dort verbrennt.
„Ich war die Beste“, sie sich denkt.

Die Mücken schwirren um das Licht.
Das grelle Licht, es stört sie nicht.
Die eine aber dort verbrennt.
„Ich war die Beste“, sie sich denkt.

Der Bach mäandert durch das Tal.
Die Tiere dort in großer Zahl.
An seinem Ufer Büsche steh’n.
Als Kinder fanden wir ihn schön.
Die Sonne gibt ihm Spiegelbild.
Mal fließt er sanft und manchmal wild.
Ich denke an die Kinderzeit,
die lang vorbei, das tut mir leid.
Ein Biber fraß die Bäume auf!
Der Bach verändert seinen Lauf.
So ist er immer wieder neu.
Der Biber macht das Wasser frei.

Bin hier seit zwölfhundert Jahren,
vor mir war es ein Römerweg.
Kutschen sind auf mir gefahren,
hinten kommt aus Holz ein Steg.
Ritter, Bauern und Kanonen,
befuhren mich zu ihrer Zeit.
Heute fliegen oben Drohnen;
der Krieg bringt immer Menschenleid.
Wenn die Heutezeit vergangen,
werde ich nur ein Feldweg sein.
So, wie Tiere auf mir sprangen,
wird es im neuen Frieden sein.
–

Ab 60 wird das Leben schön,
muss nicht mehr lang zur Arbeit geh’n.
Jetzt kommt die schöne, freie Zeit;
bis zu dem Tode ist’s noch weit.
Kann auf die Verwandtschaft pfeifen;
ein Rentnerleben, das muss reifen.
Ab 70 ist der Kampf vorbei.
Verwandtschaftskram ist einerlei.
Kann jetzt so leben, wie ich mag,
und freue mich auf jeden Tag.
Ein Arzttermin kommt ab und zu,
wenn es nicht schlimm ist, hab‘ ich Ruh‘.
Doch leider kommt es anders oft,
und nicht so schön, wie ich erhofft.
Der alte Löwe brüllt nicht mehr,
den Brüllen fällt ihm jetzt sehr schwer.
Die Zähne fallen ihm heraus –
mit Löwenmähne ist es aus.
Die Weiber schaun ihn nicht mehr an,
es ist vorbei, du Löwenmann.
Und bei dem ganzen Ach und weh,
recht glücklich durch die Tage geh‘.
Genieße das, was jetzt noch geht,
für Freude ist es nie zu spät.

Ist der Himmel frühlingsblau,
fühlt der Mensch es ganz genau,
dass der Winter enden soll!
Alle sind der Hoffnung voll.

Im Wahlkampf geht es feurig her,
wer hier denn nur der Beste wär.
Sie streiten sich, so ist es recht;
DIES ist sehr gut, und DAS ist schlecht.
DU weißt es nicht, doch ICH weiß, wie –
So lebt bei uns Demokratie.
Wir wählen gerne, dann und wann,
das ist es, was man machen kann.
Berlin, Europa, Kommunal,
viel Wahlen gibt es an der Zahl.
Am Ende ändert sich nicht viel –
Doch wir spielen gern dies Spiel!

Der Herbst war schön, das Wetter mild;
im Garten wurde noch gegrillt.
Die Menschen waren wirklich froh,
es war ja schon seit Jahren so.
Die weiße Weihnacht gab es nicht;
das ist auch nicht des Wetters Pflicht.
Wir wanderten im grauen Wald.
Das Herz war froh, die Füße kalt.
Dann kam ein rauer Januar;
gefroren war das Schnurrbarthaar.
Es fiel der Schnee, und immer mehr.
Eisregen macht das Leben schwer.
Die Sonne schien nur sehr gequält.
Vitamin D den Menschen fehlt.
Ach komme bitte, Frühlingszeit!
„Ich bin fast da, bald ist’s so weit!“
.

Kuschelzeit für Mensch und Tier,
bei diesem Wetter bleibt man hier.
Alle sitzen hier gemeinsam
denn ansonsten sind wir einsam.

Und wieder ist ein Jahr vorbei.
Manch Träume brachen da entzwei.
Die Krankheit kam und auch der Tod.
Am Ende war doch viel im Lot.
Auf Erden Glück und Hoffnung siegt,
wenn Menschenvolk sich nicht bekriegt.
So kommt es, wie es kommen mag,
nach langer Nacht kommt wieder Tag!