Ab 60 wird das Leben schön, muss nicht mehr lang zur Arbeit geh’n. Jetzt kommt die schöne, freie Zeit; bis zu dem Tode ist’s noch weit. Kann auf die Verwandtschaft pfeifen; ein Rentnerleben, das muss reifen. Ab 70 ist der Kampf vorbei. Verwandtschaftskram ist einerlei. Kann jetzt so leben, wie ich mag, und freue mich auf jeden Tag.
Ein Arzttermin kommt ab und zu, wenn es nicht schlimm ist, hab‘ ich Ruh‘. Doch leider kommt es anders oft, und nicht so schön, wie ich erhofft. Der alte Löwe brüllt nicht mehr, den Brüllen fällt ihm jetzt sehr schwer. Die Zähne fallen ihm heraus – mit Löwenmähne ist es aus. Die Weiber schaun ihn nicht mehr an, es ist vorbei, du Löwenmann.
Und bei dem ganzen Ach und weh, recht glücklich durch die Tage geh‘. Genieße das, was jetzt noch geht, für Freude ist es nie zu spät.
Im Wahlkampf geht es feurig her, wer hier denn nur der Beste wär. Sie streiten sich, so ist es recht; DIES ist sehr gut, und DAS ist schlecht. DU weißt es nicht, doch ICH weiß, wie – So lebt bei uns Demokratie. Wir wählen gerne, dann und wann, das ist es, was man machen kann. Berlin, Europa, Kommunal, viel Wahlen gibt es an der Zahl. Am Ende ändert sich nicht viel – Doch wir spielen gern dies Spiel!
Und wieder ist ein Jahr vorbei. Manch Träume brachen da entzwei. Die Krankheit kam und auch der Tod. Am Ende war doch viel im Lot. Auf Erden Glück und Hoffnung siegt, wenn Menschenvolk sich nicht bekriegt. So kommt es, wie es kommen mag, nach langer Nacht kommt wieder Tag!
Die Verse und die Poesie; den Sinn begreift der Dichter nie. Er schreibt drauf los, jetzt ist es da! Die ganze Welt ist wunderbar. Der große Wurf gelingt ihm kaum. Ein Dichter lebt in seinem Traum.
„Gib Pfötchen, Max,“ Frau Brummer sagt, weil ihr die Dominanz behagt. „Dein Max ist aber wirklich lieb, vergisst ganz seinen Mannestrieb,“ lobt sie die Ann, lang Witwe schon, und krault ihn frech in dem Salon. Als Max das rechte Beinchen hebt,