
Das Wasserloch am Waldesrand
ist den meisten unbekannt.
Die Tiere trinken gerne hier;
es ist ihr Lebenselixier.
Kein Tier dem anderen Übles tut.
Am Wasserloch der Frieden ruht.
Wenn es bei Menschen auch so wär:
Ein Wasserloch, das müsste her!

Das Wasserloch am Waldesrand
ist den meisten unbekannt.
Die Tiere trinken gerne hier;
es ist ihr Lebenselixier.
Kein Tier dem anderen Übles tut.
Am Wasserloch der Frieden ruht.
Wenn es bei Menschen auch so wär:
Ein Wasserloch, das müsste her!

Ringsherum die Luft ist still,
und kein Lüftchen regt sich hier.
Trump macht alles, was er will.
Er ist wahrlich keine Zier.
Aber jammern nützet nicht;
Welt geht weiter ihren Gang.
Ober stets den Unter sticht.
Wer reich ist, fast alles kann.
Ein Gewitter kommt herbei,
ich wach auf aus diesem Traum.
Leise kommt ein Klageschrei,
und ein Blitz fällt meinen Baum.

Wir wandern in der Zeit umher;
das Laufen fällt uns gar nicht schwer.
Wir hoffen, dass es ewig sei,
doch eins, zwei, drei ist es vorbei.

Sei freundlich stets zu jedermann;
denn so man nur gewinnen kann.
Zeig‘ deine Zähne, weiß und schön.
Sei brav und lass dich niemals gehn.
Wenn alle sagen „Der ist lieb“,
bist du ein rechter Herzensdieb.
Es geht dir gut auf dieser Welt,
auch, wenn dir manches nicht gefällt.
Du hast nur Freunde, keinen Feind,
und jeder gut es mit dir meint.
Dann sinkst du fröhlich in das Grab.
So gut wie dich es keinen gab!

Ich zeige dir den Weg zum Glück.
Geh‘ stets nach vorn und nie zurück.
Mein Ratschlag ist Millionen wert.
Dem geht es gut, der auf mich hört.
Sei nur du selbst, dann geht’s dir gut.
Ich geb‘ dir täglich neuen Mut.
Weiß ganz genau, was gut, was schlecht.
Meine Empfehlung ist stets recht.
Ich werde immer bei dir sein.
Bezahlst du mich, dann bin ich dein
mit gutem Rat an jedem Ort.
Bezahlst du nicht, dann bin ich fort.

„Ich bitt‘ dich, Spiegel, schau‘ mich an“.
„Scher‘ dich doch fort, du alter Mann.
Hab‘ schon viel bessere geseh’n,
intelligent und wunderschön“.
„Rahmen aus Gold, den schenk‘ ich dir!“
„Ach Mann, du bist so gut zu mir.
Entschuldige den bösen Ton;
ich liebe dich doch, immer schon“.

Zum Helden wird der Schwerverbrecher.
Er schnürt sich seine Knobelbecher.
Die Zeiten ändern sich zuweilen;
Mitmenschlichkeit kann schnell enteilen.
Der Depp von heut ist morgen klüger,
und die Moral bestimmt der Sieger.

Bin allergisch gegen Denken.
Dieses Werk will ich mir schenken.
Die Zeilen fließen von allein.
Ich bin Genie, so muss es sein.
Gedankenlos schreib ich mein Buch,
denn zu viel Denken ist ein Fluch.
Gedankens Blässe muss nicht sein.
Die Verse flattern leicht herein.
Wenn ein Gedanke mich sehr stört,
dann finde ich das unerhört.
Schiebe ihn weg, ganz ohne Scheu,
und fühle mich sehr wohl dabei.
Fertiggedanken nehm‘ ich gern,
denn sie berühren mich im Kern.
Nicht alles, was von andern kommt,
dem guten Werke schlecht bekommt.
Ich schreibe täglich, unverwandt,
und dadurch werde ich bekannt.
Kommt ein Gedanke zu mir her,
dann schreib‘ ich ihn, das ist nicht schwer.
So schreibe ich an jedem Tag.
Es lese, wer es lesen mag.
Schicksal mag mein Schreiben lenken.
Bin allergisch gegen Denken.

Ich schneide jetzt die Zwiebel,
doch dabei wird mir übel,
und meine Tränen fließen.
Jetzt muss ich auch noch niesen.
Gut kochen für das Leben,
es ist mir nicht gegeben.
Warum soll ich mich stressen?
Ich geh‘ im Gasthaus essen.
.