Der alte Feldweg

Bin hier seit zwölfhundert Jahren,
vor mir war es ein Römerweg.
Kutschen sind auf mir gefahren,
hinten kommt aus Holz ein Steg.

Ritter, Bauern und Kanonen,
befuhren mich zu ihrer Zeit.
Heute fliegen oben Drohnen;
der Krieg bringt immer Menschenleid.

Wenn die Heutezeit vergangen,
werde ich nur ein Feldweg sein.
So, wie Tiere auf mir sprangen,
wird es im neuen Frieden sein.

Zwischen Schweigen und Hoffen

Der eine weint, der andre schmollt.
Sie haben“s beide nicht gewollt.
Die Welt verliert ihr Gleichgewicht.
Man spürt es, aber sagt es nicht.

Gerechtigkeit ging leis davon,
verlor sich hinter Stahlbeton.
Wir fragen leis: Wo führt das hin?
Und suchen weiter nach dem Sinn.

Wir stolpern durch das Jetzt mit Scheu.
Es ist uns gar nicht wohl dabei.
Kein Jammern hilft, kein lauter Schrei.
Die Hoffnung bleibt. Ganz heimlich.
Frei.

.

Friedensbitte

Das Maß ist voll, das Leid ist groß.

Was ist nur auf dem Erdball los?

Wann wird denn endlich Frieden sein,

wo Menschen sich des Lebens freun?

.

Die Zeichen stehen nicht so gut.

Der Krieg in Schützengräben ruht.

Ein schwerer Panzer explodiert.

Der Mütter Leid zu Tränen rührt.

.

Die weiße Friedenstaube stirbt.

Trump’s Austernfrühstück schnell verdirbt.

In Gaza sterben Kinderlein.

Wer mag sich da des Lebens freun?

.

Wir hoffen weiter, Tag für Tag.

Es sich zum Bess´ren wenden mag.

Den Frieden gib uns, lieber Gott.

Es sind schon viel zu viele tot.

#gedichte #frieden

Die Zukunft der Erde

Wasser Luft und Energie

brauchen Menschen und das Vieh.

Doch die Wesen sind zu viel

jetzt geworden auf der Welt,

auch, wenn uns das nicht gefällt,

und die Technik kommt ins Spiel.

.

Mit ganz großer Willenskraft

man die neue Erde schafft.

Sie ist nicht, was Gott gefiel,

als er dieses Kleinod schuf.

Höret seinen großen Fluch,

und der Satan kommt ins Spiel.

.

Wie das alles weitergeht?

Vielleicht ist es schon zu spät?

Wird das unser Ende sein?

fragt der Mensch in großer Not.

Bleibt für uns nur noch der Tod?

Gott, schenk uns den Gnadenschein!

.

Der Albtraum

Der Albtraum

Es wird alles immer schwerer.

Böse kommen ständig näher.

Ich laufe, und ich falle hin;

das alles gibt gar keinen Sinn.

Der Schweiß bricht aus, ich fürchte mich:

O Gott, es ist so fürchterlich.

Der Tod ist nah, o weh, o weh,

den Lebenslauf ich vor mir seh‘.

Bei lautem Schreien werd‘ ich wach –

Welch Glück, es ist ein neuer Tag.

#gedichte