Die Libellen

Schmetterlinge und Libellen,
sie schwirren über uns umher.
Vieles könnten sie erzählen;
doch sie verstehen, fällt uns schwer.

Unsre Leben sind verschieden,
jeder tut, was ihm beschieden.
Sie leben kurz, wir leben lang,
doch ziehen wir am gleichen Strang.

Diese Erde wir uns teilen;
doch so lang wir hier verweilen,
sollten wir in Frieden leben.
Über uns Libellen schweben.

Überlebensglück

In dem Käse kriechen Maden.
Fliege hängt am Spinnenfaden.
Der Fliege Leben ist vorbei.
Den Maden ist das einerlei.

Sie leben im Schlaraffenland.
Die Not ist ihnen unbekannt.
Sie krabbeln hin und wimmeln her,
Ihr Leben ist ohne Beschwer.

Bei den Menschen ist es ähnlich.
Es ist gar nicht ungewöhnlich.
Der eine frisst, der andre stirbt.
Ein schwaches Wesen bald verdirbt.

Der Blitz

Ringsherum die Luft ist still,
und kein Lüftchen regt sich hier.
Trump macht alles, was er will.
Er ist wahrlich keine Zier.

Aber jammern nützet nicht;
Welt geht weiter ihren Gang.
Ober stets den Unter sticht.
Wer reich ist, fast alles kann.

Ein Gewitter kommt herbei,
ich wach auf aus diesem Traum.
Leise kommt ein Klageschrei,
und ein Blitz fällt meinen Baum.