Friedhofsgedanken

Auf dem großen Friedhof liegen
viele, die am Leben hingen.
Wären lieber hier geblieben,
aber doch von hinnen gingen.

Manche waren ziemlich wichtig;
kaum jemand verstand sie richtig.
Unterm Marmormonumente
fand ihr Lebenslos ein Ende.

Gute Männer, treue Frauen,
denen manche doch nicht trauen;
ihre Hände ruhen stille.
Man sagt, es sei Gottes Wille.

Böse Nörgler, schlimme Leute
hat der Tod auch gern zur Beute.
Gestern eklig noch und kräftig,
heute tot, das ist schon heftig.

Für Mütter und Politiker
ist das Jenseits ziemlich bitter.
Wollten noch viel Gutes machen,
aber früh kam Charons Nachen. .

Hundertjährige nicht weinen,
lächelnd gehen sie durchs Leben.
Mit dem Schicksal ganz im Reinen,
ewig durch die Zeiten schweben.

Zeitgeist

Sorgen, Kriege und Probleme;
überall gibt es Extreme.
Die ganze Welt ist ungerecht,
den Besten geht es oft sehr schlecht.

In den Medien kommt es täglich,
Terror, schlimm und unerträglich.
Was die Journalisten sagen,
das kann kaum ein Mensch ertragen!

Mein Sorgenpensum, es ist voll.
Ich sag es still und ohne Groll.
Will friedlich leben, jeden Tag,
dies ist mein Ziel und was ich mag.