Der Gartenfreund

Der Gartenfreund
Der Gartenfreund – Ein Gedicht von Berndt Baumgart

Der Gartenfreund

Schnecken und Zecken

Sind Gartenfreunds Leid.

An Hummeln und Bienen

Er gern sich erfreut.

So ist es im Leben

Der Seiten gibt’s zwei.

Es muss beides geben

Und bald ist’s vorbei.

Das Gebet

Das Gebet – Illustriertes Gedicht von Berndt Baumgart

Das Gebet

Wir Menschen sollen Gutes tun.

Doch tun wir oft das Schlechte.

Ja, was ist denn das Gute nun?

Das weiß nur der Gerechte.

Wo mag denn der Gerechte sein?

Das frage ich beklommen.

Hör einfach in dein Herz hinein.

Dann wird er zu dir kommen.

Die neuen Werte

Texte und Gedichte von Dichter Berndt Baumgart - Ostbayern
Die Neuen Werte – Gedicht von Berndt Baumgart

Die neuen Werte

Wir müssen jetzt flexibel handeln.

Was heute gut, ist morgen schlecht.

Die Umstände sich ständig wandeln.

Der hasst es, und dem ist es recht.

Wo sind denn nun die frommen Werte?

Was ist gut, und was ist richtig?

Da sagt der Politikexperte:

Umfragewerte, die sind wichtig.

#lyrik #gedichte #spruchbilder

Der arme Unternehmer

Ich hab eine Firma, weiß nicht, wie sie heißt,
kann jeden verstehen, der Freunde bescheißt.
Ich mag lieber reden, die Schrift mag I nit,
mach gerne Geschäfte mit ganz viel Profit.
Ich bin Unternehmer mit sehr großem Herz,
der Schaden der andern bereitet mir Schmerz.
Und wenn ich einstmals vorm Richterstuhl steh‘,
dann jammer ich laut: „Ich Opfer, o weh“.

Zwei Mädchen

Es waren einst zwei Mädchen,
die fuhren in das Städtchen.
Dort trafen sie zwei Pfaffen,
die wollten sie begaffen.
Und dann? Sie wussten keinen Rat;
Im Wege stand der Zölibat.
Sie gingen in die Sakristei,
da war’n die Herren vögelfrei.

Nachtgedanken

Rassismus, Dummheit, Angstgedanken
bringen unser Land zum Schwanken.
Wo sollen wir die Lösung suchen?
In dem großen Wohlstandskuchen?
In der Bildung, in der Liebe?
In dem Religionsgetriebe?
Bei den politischen Parteien,
die ihre laute Wahrheit schreien?
Auch aus des Seelendoktors Gründen
will man uns das Glück verkünden.
Vielleicht könnten wir schlicht beginnen,
bevor uns wird die Zeit verrinnen,
und den Erdball wir verlieren,
die Anderen zu respektieren.

Der Unterschied

Alle sind gleich, grässliche Gedanken.
Arm ist reich, keine Schranken.
Dumm ist weise, töricht klug.
Niemand hat zu wenig, niemand genug.
Frau ist Mann und Mann ist Frau.
Man nimmt das heut nicht mehr genau.

Noch gibt es welche, die im Licht
und andre, die im Schatten stehn.
Teils unverschuldet, teils auch nicht,
dem geschieht’s recht, dem aus Versehn.
Es schreit nur, der von unten schielt,
sich ungerecht behandelt fühlt.

Sieh’s doch so an, wie es ist:
Ob du oben, unten bist,
hängt teils von dir ab, teils auch nicht.
Tu deinen Teil, mehr kannst du nicht.
Und, was immer auch geschieht:
Ein Hoch dem kleinen Unterschied.