
Das Gebet
Wir Menschen sollen Gutes tun.
Doch tun wir oft das Schlechte.
Ja, was ist denn das Gute nun?
Das weiß nur der Gerechte.
Wo mag denn der Gerechte sein?
Das frage ich beklommen.
Hör einfach in dein Herz hinein.
Dann wird er zu dir kommen.

Das Gebet
Wir Menschen sollen Gutes tun.
Doch tun wir oft das Schlechte.
Ja, was ist denn das Gute nun?
Das weiß nur der Gerechte.
Wo mag denn der Gerechte sein?
Das frage ich beklommen.
Hör einfach in dein Herz hinein.
Dann wird er zu dir kommen.

Ein lustiger Falter im Frühlingslicht schwebt.
In Freude verwandelt sich menschliches Leid.
Die Seele erlebt nun die bessere Zeit,
wenn Falter die Wochen sanft tänzelnd durchlebt.
#gedichte #schmetterling

Professor Lobrecht ging spazieren
in dem Kurpark ganz allein.
Das Laufen wollte er probieren –
Laut dem Doktor soll es sein.
Nun lief er also fast zwei Stunden,
bis die Füße taten weh.
Er zählte schon nicht mehr die Runden.
Wund war jetzt der kleine Zeh.
Doch dann im Biergarten wurd’s heftig.
Bald vergessen war die Pein.
Der Herr Professor soff sehr kräftig –
Abends brachten sie ihn heim.
#gesundheit #gedichte

Die neuen Werte
Wir müssen jetzt flexibel handeln.
Was heute gut, ist morgen schlecht.
Die Umstände sich ständig wandeln.
Der hasst es, und dem ist es recht.
Wo sind denn nun die frommen Werte?
Was ist gut, und was ist richtig?
Da sagt der Politikexperte:
Umfragewerte, die sind wichtig.
#lyrik #gedichte #spruchbilder

Auf ein Neues
Große Ziele nicht erreicht.
Ein klein wenig nur vielleicht.
Häufig nebens Tor getroffen.
Oft vergeblich war das Hoffen.
So verging gar manches Jahr.
Ausgefallen ist sein Haar.
Jetzt, am letzten Stück des Lebens
kämpft er noch einmal, vergebens
oder nicht, wer weiß das schon?
Leise kommt der Englein Ton.
Die Kugel rollt der Sisyphos.
Der Rest des Lebens geht jetzt los.

Der Machtwechsel
Narr, sei lustig, sprach der König.
Traurig bin ich, lach zu wenig.
Zeig mir deine schönsten Possen.
Müde bin ich, sehr verdrossen.
Der Narr indessen, wie befohlen,
will des Königs Trauer holen.
Zieht ihm vom ergrauten Haupte
güldnes Krönlein, das verstaubte.
König sprach, du Narrenknabe
hast die ganz besondre Gabe
frech zu sein, fast unerträglich.
Nimm die Krone, trag sie täglich.

Auf ein Neues
Der Mann steht vor dem Spiegel.
Er findet sich sehr schön.
Ist wirklich nicht so übel.
Und sehr nett anzusehn.
Die Haare, sie sind dünner.
Den Armen fehlt die Kraft.
Der Zipfel steht noch immer.
Doch nur mit wenig Saft.
Die Frau findet sich hässlich.
Wie sind die Falten tief!
Der Busen, er ist grässlich.
Die Nase ist recht schief.
Es trafen sich die beiden
ganz spät, sie tranken viel.
Bald konnten sie sich leiden,
und schon begann das Spiel.

Der Schnee
Der Schnee, er fällt am Tage
und manchmal in der Nacht.
Dem einen ist er Plage,
den andern froh er macht.
Ach, wär‘ er nicht so kühle,
hing kalt an jedem Ast.
Mit etwas Sommerschwüle
da liebte ich ihn – fast.

Am Strand
Die Kinder spielen an dem Strand.
Sie brauchen Wasser nur und Sand.
Verwundert fällt da manchem ein:
Mit wenig kann ich glücklich sein.