Sein Konto ist leer:
Das Herz wird ihm schwer.
Die Frau, sie ist fort.
Jetzt denkt er an Mord.
Er schreibt ein Gedicht-
So schlimm ist es nicht.

Sein Konto ist leer:
Das Herz wird ihm schwer.
Die Frau, sie ist fort.
Jetzt denkt er an Mord.
Er schreibt ein Gedicht-
So schlimm ist es nicht.

Lasst uns solidarisch sein
und im eignen Heim erfreun.
Draußen ist es kalt und nass –
zu Hause macht das Leben Spaß.
Immerfort die Heizung brummt,
wenn man will, zu jeder Stund.
Essen gibt es nur “to go”,
das macht alle Menschen froh.
Die Politik für jeden sorgt:
Dem Gastwirt wird viel Geld geborgt.
Reicht es nicht, hat er „gelost“.
Das erzeugt bei manchem Frust.
Erlaubt ist alles ohne Lust.
Das Volk säugt an der Mutterbrust.
Wie dem auch sei – es geht vorbei.
Und der Bayer sagt: „Ja mei.“
Lasst uns solidarisch sein
und uns an dem Leben freun.

Der frühe Vogel fängt den Wurm,
bei Regen, Schnee und auch bei Sturm.
Der späte Vogel frisst ihn auf –
voll Unrecht ist des Lebens Lauf!

Es liegt ein Mann am Chiemseestrand
und hält das Bierglas in der Hand.
Doch bald fällt ihm das Trinken schwer:
Der Mann ist voll, das Bierglas leer.
Über die Leber läuft eine Laus.
Am Magen kommt sie wieder heraus.
Dort gibt‘s zunächst ein großes Gespei.
Denn sie kam an der Galle vorbei.
Zwei Dinge, die man besser lässt, sind Ostern und das Weihnachtsfest. Das religiöse Ritual bedeutet vielen eine Qual. Am besten ists mit Toleranz: Der eine lässt das Feiern ganz, der andre suhlt sich im Gewühl, weil seine Seele es so will. Zum dritten Weg ist es noch weit: Zur Liebe und zur Menschlichkeit. Ist diese auf dem Erdenrund, gibt es zum Feiern jeden Grund.
In der Reha gibt es Fango,
ist gesünder noch als Tango,
bei dem man das Gelenk verdreht,
was bei der Reha gar nicht geht.
Du liegst auf einem Wasserbett,
gemütlich-warm und einfach nett,
verpackt in wohlig-weichen Decken,
kannst du nunmehr im Schlaf verrecken.
In der Kabine Nummer zwei,
da schnarcht ein fetter Mann, o wei.
Er wälzt sich hin und wälzt sich her,
die Schwestern schwatzen nebenher
in ihrem Raum mit ganz viel Zeit;
sie lieben die Gemütlichkeit,
die „Stress“ sie nennen. Nur warum?
Dem Dichter bleibt die Feder stumm.
Da, der Alte fällt vom Bett,
auf den Boden, gar nicht nett,
„Hilfe“, schreit er, „helft mir doch“,
Schwestern sind im Schnatterloch.
Hör’n nicht, wie der Alte schreit,
armer Mann, er tut mir leid,
doch das Notseil mir gebricht,
helfen kann ich deshalb nicht.
Mann liegt unten, Fango drauf,
er hört mit dem Schreien auf.
Die Decke liegt daneben,
ganz traurig ist das Leben.
Der Fango drauf verschmutzt ihn sehr,
die Schwestern schnattern immer mehr.
Jetzt ist die Fango-Zeit herum,
die Schwestern sagen nun ganz dumm:
„Solch eine große Sauerei,
und Hilfe rief er nicht herbei!“
Das war sein schönster Fango-Tag,
an den er nicht mehr denken mag.


Sie sind der „Schöpfung Krone“.
Ihr Anspruch ist nicht ohne.
Sie schlagen mit den Keulen.
Vor Selbstmitleid sie heulen.
Sie lügen und betrügen.
Der Schwache muss sich fügen.
Sie fressen und sie prassen.
Und faseln von den „Rassen“.
Sie reden von der „Reinheit“.
Die Worte sind Gemeinheit.
Sie haben Angst vor allem.
Und fürchten sich, zu fallen.
Sie würden gerne helfen.
Den Kobolden und Elfen.
Sie kippen den Planeten.
Dabei sie manchmal beten.
Sie schreiben und sie lesen.
Als wäre nichts gewesen.
Sie sind nicht alle einerlei.
Es gibt auch Bessere dabei.
O Gott, gib ihnen Frieden.
Im Himmel und hinieden.
Eduard der Schneckerich
gern zu den jungen Schnecken schlich.
Ganz langsam kroch er, leis und sacht
zu ihnen hin – meist in der Nacht.
Jedoch die Schnecken waren schlau:
Sie kannten Eduard genau,
misstrauten seinem Schneckenschleim
und gingen ihm nicht auf den Leim.
So schneckte er in einem fort,
er schneckte hier, er schneckte dort,
bis eine ihm zu spät entwich –
und die ist jetzt Frau Schneckerich.
