
3G
Gesundheit, Glück und Geld,
das brauchst du auf der Welt.
Trink froh dein täglich Brot;
denn bald schon kommt der Tod.

3G
Gesundheit, Glück und Geld,
das brauchst du auf der Welt.
Trink froh dein täglich Brot;
denn bald schon kommt der Tod.

Der Fischer und das Glück
Der Nebel auf dem Meer ist dicht,
doch Angst, die kennt ein Fischer nicht.
Er findet meist nach Haus zurück.
Falls nicht, dann hatte er kein Glück.

Des Huhnes Problem
Auf einem alten Odelfass
saß ein Huhn und wurde nass,
denn es schüttete gar sehr.
Der Regen nahm kein Ende mehr.
„Was soll ich tun?“, das Huhn sich fragt.
Zitternd es sein Los beklagt.
„Im Hühnerstall, da wär es schön.
Ich brauchte nur hineinzugeh‘n.
Doch dort ist der geile Hahn,
den ich nicht ertragen kann“.
Das Huhn blieb sorgend auf dem Fleck.
Die dunklen Wolken zogen weg
und warme Sonne kam heraus.
Schon war des Huhnes Sorge aus.

Der Mensch und das Wetter
„Das Wetter ist so störrisch dieses Jahr.
Es ist nicht mehr, so wie es früher war.
Hat denn der blöde Himmel nichts gelernt?
Vom Guten ist das alles weit entfernt.
Im Winter darf es schneien, nicht zu viel.
Und wärmer dann im Sommer, wenn Mensch will.
Alles ganz ruhig und schön gemäßigt nur
Von Kapriolen woll’n wir keine Spur.“
So fing des Wetters Umerziehung an.
Mit Flugzeugen und Bomben es begann.
Die Menschen fluchten, schrien rundheraus:
„Wir treiben dir die bösen Flausen aus!“
Das Wetter dachte sich: “Du armer Tropf.“
Es warf ihm dicken Hagel auf den Kopf.
Mit Blitz und Sturmflut machte es ihn weich.
„Ich hab‘ die Herrschaft auf dem Erdenreich.“
Diskussionen oder Streit:
Ist es wieder mal so weit?
Gibt es noch Gemeinsamkeit?
Sind wir uns allmählich leid?
Liegt`s an der Corona-Zeit?
Oder sind wir nicht gescheit?
Ach, wir sind nur arme Leit.
Und bald kommt die Sommerzeit.
Sein Konto ist leer:
Das Herz wird ihm schwer.
Die Frau, sie ist fort.
Jetzt denkt er an Mord.
Er schreibt ein Gedicht-
So schlimm ist es nicht.

Lasst uns solidarisch sein
und im eignen Heim erfreun.
Draußen ist es kalt und nass –
zu Hause macht das Leben Spaß.
Immerfort die Heizung brummt,
wenn man will, zu jeder Stund.
Essen gibt es nur “to go”,
das macht alle Menschen froh.
Die Politik für jeden sorgt:
Dem Gastwirt wird viel Geld geborgt.
Reicht es nicht, hat er „gelost“.
Das erzeugt bei manchem Frust.
Erlaubt ist alles ohne Lust.
Das Volk säugt an der Mutterbrust.
Wie dem auch sei – es geht vorbei.
Und der Bayer sagt: „Ja mei.“
Lasst uns solidarisch sein
und uns an dem Leben freun.

Der frühe Vogel fängt den Wurm,
bei Regen, Schnee und auch bei Sturm.
Der späte Vogel frisst ihn auf –
voll Unrecht ist des Lebens Lauf!

Es liegt ein Mann am Chiemseestrand
und hält das Bierglas in der Hand.
Doch bald fällt ihm das Trinken schwer:
Der Mann ist voll, das Bierglas leer.