Es liegt ein Mann am Chiemseestrand
und hält das Bierglas in der Hand.
Doch bald fällt ihm das Trinken schwer:
Der Mann ist voll, das Bierglas leer.
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Die Menschen
Sie sind der „Schöpfung Krone“.
Ihr Anspruch ist nicht ohne.
Sie schlagen mit den Keulen.
Vor Selbstmitleid sie heulen.
Sie lügen und betrügen.
Der Schwache muss sich fügen.
Sie fressen und sie prassen.
Und faseln von den „Rassen“.
Sie reden von der „Reinheit“.
Die Worte sind Gemeinheit.
Sie haben Angst vor allem.
Und fürchten sich, zu fallen.
Sie würden gerne helfen.
Den Kobolden und Elfen.
Sie kippen den Planeten.
Dabei sie manchmal beten.
Sie schreiben und sie lesen.
Als wäre nichts gewesen.
Sie sind nicht alle einerlei.
Es gibt auch Bessere dabei.
O Gott, gib ihnen Frieden.
Im Himmel und hinieden.
Lobrecht im Zoo
Professor Lobrecht ging spazieren
zu den Tieren in dem Zoo,
und das, was er dort erlebte,
machte ihn vergnügt und froh.
Er fand einen leeren Käfig,
Schlüssel steckte, stieg hinein,
setzte sich, denn er war müde,
schloss die Augen und schlief ein.
Als er später dann erwachte,
sah er viele Leute gaffen,
amüsierte sich ganz köstlich
mit den Augen eines Affen.

Das gar unordentliche Schnabeltier
Nicht jeder kennt das Schnabeltier,
es ist nun mal kein Fabeltier
und selten nur im Zoo zur Hand,
wo manche Tierart Zuflucht fand.
Es ist ein lebendes Fossil,
kein Vogel und auch kein Reptil,
und wenn man es genau beäugt,
wird klar, dass es die Jungen säugt.
Nun wendet gleich der Kenner ein:
„Es wird ein Säugetier wohl sein.“
Doch falsch, Herr Zoologe Meier:
Das Schnabeltier legt nämlich Eier.
Dazu es einen Schnabel hat,
recht entenähnlich, breit und platt;
kurz, dass im Tiersystem es man
nicht richtig unterordnen kann.
Was nicht sein darf, das kann nicht sein:
Schnell ordnete das Tier man ein
als Teil der Monotremata –
denn schließlich ist es nun mal da.
Gar manche hassen wie die Pest,
was sich nicht eingruppieren lässt;
sie halten es voll Abscheu nur
für einen Fehler der Natur.
Ganz wurscht ist dies dem Schnabeltier,
viel älter ist es schon als wir,
lebt ordnungslos, doch vielleicht weit
noch nach des Menschen Erdenzeit.

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Der Grasfrosch
Ein Grasfrosch klagte ungemein:
Er wollte gern ein Laubfrosch sein.
Nach Höherem war ihm der Drang;
„Gras“ viel zu niedrig für ihn klang.
So tat zum Froschkönig er springen,
um seine Klage vorzubringen.
Der König quakte hin und her;
denn eine Lösung fiel ihm schwer.
Mir auch!
Dann sprach der König zu dem Kleinen:
„Wenn ich dich sehe, möcht‘ ich meinen,
dass du durchaus ein Laubfrosch seist
und dieses selbst nur noch nicht weißt.“
Da sprang der Grasfrosch fröhlich fort,
vertrauend auf des Königs Wort.
(Bei Menschen soll es ähnlich sein –
sie bilden sich gern Größe ein).

