
Zu spät
Der Fotograf nach Hause lief;
denn er suchte das Stativ.
Als er es im Keller fand,
war‘s Motiv davongerannt.

Zu spät
Der Fotograf nach Hause lief;
denn er suchte das Stativ.
Als er es im Keller fand,
war‘s Motiv davongerannt.

Der Mond
Der Vollmond scheint ins Zimmer rein.
Manch einen freut sein heller Schein.
Dem andern ist der Mond ein Graus.
Er traut sich nicht mehr aus dem Haus.
Hat Angst vor Feen und Gespenstern.
Die lauern nächtens vor den Fenstern
und rutschen rein, du glaubst es nimmer,
auf Lunas Strahl in Schlafes Zimmer.
Der Mond hält ständig uns auf Trab:
Mal nimmt er zu, mal nimmt er ab.
Mich macht er froh und manchmal munter.
Und ich werde immer runder.
#gedichte

Das Tier hat man zum Fressen gern
Feinkost für Tiere aus Pute und Schwein.
Vielleicht sogar Rind, was darf´s denn heut sein?
Wir Menschen sind brav und dienen dem Tier.
Freut sich unser Tier, dann lachen auch wir.
Samtpfoten, Fellnasen, andres Getier-
Daisy und Bello, wir lieben sie schier.
Es gibt Superfood, mit Liebe gekocht.
Auch Amy hat das schon immer gemocht.
Haustiere, Spieltiere, Tiere zum Fraß:
Wir lieben sie sehr. So einfach ist das.

Der Lohn des Fleißes
Schon beim ersten Hahnenschrei
legt brav ein Huhn das Frühstücksei.
Der Bäurin war dies völlig schnuppe –
Das Tier kam abends in die Suppe.

3G
Gesundheit, Glück und Geld,
das brauchst du auf der Welt.
Trink froh dein täglich Brot;
denn bald schon kommt der Tod.

Der Fischer und das Glück
Der Nebel auf dem Meer ist dicht,
doch Angst, die kennt ein Fischer nicht.
Er findet meist nach Haus zurück.
Falls nicht, dann hatte er kein Glück.

Des Huhnes Problem
Auf einem alten Odelfass
saß ein Huhn und wurde nass,
denn es schüttete gar sehr.
Der Regen nahm kein Ende mehr.
„Was soll ich tun?“, das Huhn sich fragt.
Zitternd es sein Los beklagt.
„Im Hühnerstall, da wär es schön.
Ich brauchte nur hineinzugeh‘n.
Doch dort ist der geile Hahn,
den ich nicht ertragen kann“.
Das Huhn blieb sorgend auf dem Fleck.
Die dunklen Wolken zogen weg
und warme Sonne kam heraus.
Schon war des Huhnes Sorge aus.

Der Mensch und das Wetter
„Das Wetter ist so störrisch dieses Jahr.
Es ist nicht mehr, so wie es früher war.
Hat denn der blöde Himmel nichts gelernt?
Vom Guten ist das alles weit entfernt.
Im Winter darf es schneien, nicht zu viel.
Und wärmer dann im Sommer, wenn Mensch will.
Alles ganz ruhig und schön gemäßigt nur
Von Kapriolen woll’n wir keine Spur.“
So fing des Wetters Umerziehung an.
Mit Flugzeugen und Bomben es begann.
Die Menschen fluchten, schrien rundheraus:
„Wir treiben dir die bösen Flausen aus!“
Das Wetter dachte sich: “Du armer Tropf.“
Es warf ihm dicken Hagel auf den Kopf.
Mit Blitz und Sturmflut machte es ihn weich.
„Ich hab‘ die Herrschaft auf dem Erdenreich.“
Diskussionen oder Streit:
Ist es wieder mal so weit?
Gibt es noch Gemeinsamkeit?
Sind wir uns allmählich leid?
Liegt`s an der Corona-Zeit?
Oder sind wir nicht gescheit?
Ach, wir sind nur arme Leit.
Und bald kommt die Sommerzeit.