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Glaubst der Politik du immer,
hast du keinen blassen Schimmer.
Denn der Klügere glaubt nimmer.
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#gedichte

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Glaubst der Politik du immer,
hast du keinen blassen Schimmer.
Denn der Klügere glaubt nimmer.
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#gedichte

Ohne Zweifel, ohne Sorgen,
leben heute wir und morgen.
Kommt jedoch der Zweifel heute,
sind auch Sorgen da, ihr Leute.
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Daher also nicht mehr Denken,
Blicke in die Nähe lenken,
Gutes essen und auch trinken,
müde in den Traum versinken.
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Und wenn dann die Schüsse knallen,
überall die Bomben fallen,
werden überrascht wir sagen:
Wie kann jemand solches wagen?
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#gedichte

Kein Engel
In der goldnen Abendsonne
fliegt ein Englein, welche Wonne.
Der zweite Blick zeigt offenbar,
dass es nur ein Flugzeug war.
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#gedichte

Der Frühling wartet
Und leise schwebt der Winternebel.
Der Frost sitzt schon am langen Hebel.
Bald kommen kurze, dunkle Tage,
für viele eine schlimme Plage.
Das Frühlingskind sitzt in der Ecke,
versteckt sich in der alten Hecke.
Doch in drei Monaten es schreit:
„Fort, alter Winter, es wird Zeit.“
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#gedichte

Der Dichter dichtet jeden Tag,
und er schreibt alles, was er mag.
Die Richter packen ihn am Schopf:
Dann dichtet er in seinem Kopf.
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#gedichte

Morgens kommt das erste Weh,
von dem Kopfe bis zum Zeh.
Abends hört das Klagen auf,
und die Nacht nimmt ihren Lauf.
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Schläfst du schließlich tief und fest,
gibt das Schnarchen dir den Rest
von dem Menschen neben dir,
der kann aber nichts dafür.
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Jetzt beginnt der neue Tag,
den man schon viel lieber mag.
Bist gesund, die Sonne scheint.
Mit der Welt bist du vereint.
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So verbringst du Jahr um Jahr,
Leben, du bist wunderbar.
Nicht so wichtig ist manch Schmerz.
Kopf ist klar und froh das Herz.
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#gedichte

Drei Erkenntnisse
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Solange ihm das Essen schmeckt,
ist dieser Mensch noch nicht verreckt.
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Sofern der Mensch noch liebt und küsst,
sein Leben nicht vergangen ist.
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Und wenn einst seine Seele schwebt,
sein Erdenkörper nicht mehr lebt.
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#gedichte

Der Zweck des Lebens
Es war einmal ein Durchschnittsmann,
der fragte sich so dann und wann,
was denn sein Zweck im Leben sei;
denn schließlich ist es schnell vorbei.
Da kam gleich ein Politiker.
Der sagte, das ist gar nicht schwer.
Sei lieb und gut, verhalt dich brav.
Du bist kein Wolf, sondern ein Schaf.
Geh schön wählen, sei zufrieden,
dann geht es dir gut hienieden.
Der Mann lebte nun sorgenfrei.
Woran er starb, ist einerlei.
Doch Sein Bruder war ein Dichter.
Ein ganz kleiner, kein erpichter.
Unzufrieden und mit Sorgen
Aber glücklich, heut und morgen.
#gedichte #illustriertegedichte

Ein unpolitisches Gedicht
macht heute nur ein Bösewicht.
Stellung sollte man beziehen,
und nicht vor der Wahrheit fliehen.
Was ist nun gut und was ist schlecht?
Der Dichter weiß das nicht so recht.
Er lässt den Unfug kurzerhand,
und lebt als Bösewicht im Land.
#unpolitisch #gedichte #politik