Der frühe Vogel fängt den Wurm,
bei Regen, Schnee und auch bei Sturm.
Der späte Vogel frisst ihn auf –
voll Unrecht ist des Lebens Lauf!

Der frühe Vogel fängt den Wurm,
bei Regen, Schnee und auch bei Sturm.
Der späte Vogel frisst ihn auf –
voll Unrecht ist des Lebens Lauf!

Wir Menschen brauchen einen König.
Die Vernunft bedeutet wenig.
Als Führer geht er vorneher.
Uns Kindern fällt das gar nicht schwer.
Er sagt, was gut und richtig sei.
Das andere ist einerlei.
So schützt er uns vor Angst und Not
Vor der Krankheit und dem Tod.
Und am Ende heißt es noch:
Unser König lebe hoch.
Über die Leber läuft eine Laus.
Am Magen kommt sie wieder heraus.
Dort gibt‘s zunächst ein großes Gespei.
Denn sie kam an der Galle vorbei.

Ich möchte heute fröhlich sein;
die ganze Welt ist mir ein Graus.
Der Mond scheint in den Keller rein,
doch er scheint nicht mehr hinaus.
Der Hund macht nix, er ist ganz brav,
sehr lieb ist er, so wie ein Schaf.
Das Kind hat ihn nur irritiert,
da wurde Bello ganz verwirrt.
Er biss das Kind ins Bein ganz tief,
nun gut, da lief wohl etwas schief.
Hoffentlich war das Kind gesund;
denn nur 1A-Fleisch mag der Hund.
Zwei Schweine gingen durch die Stadt,
in der es viele Schweine hat.
Sie suchten aus das Rathausschwein,
es sollte Bürgermeister sein.
Den Schweinen ging es nun sehr gut,
und bald kam auch der Übermut.
Er küsste sie zart auf den Po
und auf die Brüste sowieso.
Das machte beide Schweine geil,
sogar das Rathausschwein nahm teil
an der Schweinesudelei,
das Priesterlein war auch dabei.
Wie konnte es nun anders sein –
Der Metzger kam sehr bald herein,
beendete das Schweinespiel,
Würste, Schnitzel gab es viel.
Professor Lobrecht hatte Schmerzen
an dem Rücken und am Zeh.
Der Magen drückte und am Herzen
tat es manchmal etwas weh.
Lobrecht wollte Stärke zeigen,
musste seinen Mann stets stehn,
gehörte niemals zu den Feigen,
die immer gleich zum Arzte gehn.
Doch seine braves Eheweibchen jagte ihn zum Doktor hin;
rückte täglich ihm ans Leibchen.
Widerstand war ohne Sinn.
Und nun fragte der Herr Doktor:
„Wo tut‘s weh, was sagt das Blut?“
Lobrecht wusste nichts zu sagen:
Heute ging es ihm doch gut.
Noch lang der Herr Professor lebte,
nur langsam wurde Lobrecht alt.
Des Doktors Leben längst entschwebte,
die gute Frau war auch schon kalt.