Das Schutzgedicht

Das Schutzgedicht

Guten Schutz ein jeder braucht,

so lange er den Atem haucht.

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Pflanzenschutz nennt man das Gift,

das jedes Kraut vernichtet.

Wenn jemand funktionieret nicht,

man über ihn schnell richtet.

In Schutzhaft wird er eingesperrt.

Die Alten haben es gelehrt.

Ob das noch demokratisch ist?

Die schlimme Zeit man schnell vergisst.

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Wir zieh’n den Schutz nicht in den Schmutz.

Das liegt uns wirklich ferne.

Naturschutz und auch Artenschutz,

die haben wir sehr gerne.

Schmetterlinge und Insekten,

sie tanzen in der Sonne.

Für einige, die nicht verreckten,

ist dieses eine Wonne.

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So fühlen wir uns gut geschützt,

weil der Schutz uns allen nützt.

#gedichte

Der Minister

Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist unbeabsichtigt und wäre rein zufällig.

Der Minister – Gedicht von Berndt Baumgart

Der Minister

Dieser Minister.

Lernte Magister.

Ist ein Philister.

Führt das Register.

Kaviar frisst er.

Vieles vergisst er.

Ist sehr sinister.

Fürchterlich ist er!

#gedichte #humor

Drei Erkenntnisse

Gedicht von Berndt Baumgart

Drei Erkenntnisse

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Solange ihm das Essen schmeckt,

ist dieser Mensch noch nicht verreckt.

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Sofern der Mensch noch liebt und küsst,

sein Leben nicht vergangen ist.

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Und wenn einst seine Seele schwebt,

sein Erdenkörper nicht mehr lebt.

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#gedichte

Das Altersreptil

Das Altersreptil – Ein Gedicht von Berndt Baumgart

Ich werd´ im Alter ein Reptil;

auch wenn ich solches gar nicht will.

Voll Falten ist jetzt meine Haut;

mir manchmal vor mir selber graut.

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Was kann ich tun, ich armer Mann?

Ich schau´ mir schöne Teile an:

Ein Stück vom Hintern ist recht fein.

Die Kopfhaut hat noch glatten Schein.

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Für Frauen gilt das ebenso.

Sie haben einen runden Po.

Und dem, das nur herunterhängt,

Madame keine Bedeutung schenkt.

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So wird auch noch das Alter schön.

Es gibt manch Glattes anzusehn.

Ich pfeif´ auf des Senioren Leids:

Auch ein Reptil hat seinen Reiz.

#gedichte #gedicht #lustigesgedicht

Größe und Gelassenheit

Der Bussard hoch am Himmel kreiste.

Die Krähe griff ihn an, die dreiste.

Sie wollte ihn von dannen treiben.

Doch warum ließ sie das nicht bleiben?

War sie neidisch auf den Großen?

Machte sie aus Spaß die Possen?

Störte er den Krähenhimmel?

Hatte sie den Krähenfimmel?

Der Bussard aber war sehr kräftig.

Bewegte seine Schwingen heftig.

Beendete das dumme Treiben.

Und ließ die Krähe Krähe bleiben.

#gedichte #gedicht #vogelbeobachtung #politik

Leben heute

Leben heute – Ein Gedicht von Berndt Baumgart

Leben heute

Natürliche Fassung:

Ohne Luft und ohne Wasser

wär´ das Leben etwas blasser.

Doch mit Lust an der Natur

bist du auf der schönsten Spur.

Schwarze Fassung:

Ohne Luft und ohne Wasser

wär´ das Leben etwas blasser.

Doch mit Macht und ganz viel Geld

lebst du gut auf dieser Welt.

Grüne Spezialfassung:

Ohne Luft und ohne Wasser

wär´ das Leben etwas blasser.

Doch mit Windkraft und Solar

leben Grüne wunderbar.

Blaugelbe Fassung

Ohne Luft und ohne Wasser

wär´ das Leben etwas blasser.

Doch mit neuer Autobahn

kannst du flitzen wie im Wahn.

Rote Fassung

Ohne Luft und ohne Wasser

wär´ das Leben etwas blasser.

Doch sind alle krank und arm

hat die Gleichheit ihren Charme.

Vegane Fassung:

Ohne Luft und ohne Wasser

wär´ das Leben etwas blasser.

Doch mit Blattspinat und Tee

tust du nicht den Tieren weh.

Bayerische Fassung:

Ohne Luft und ohne Wasser

wär´ das Leben etwas blasser.

Doch mit Fleisch und gutem Bier

ist es ganz erträglich hier.

#gedichte #gedicht #lebensweisheit

Die Eile

Die Eile – Gedicht von Berndt Baumgart

Die Eile

Die Eile ist ganz ohne Frage

auf Erden eine große Plage.

Sie hält gar manchen stets in Trab

und schickt ihn früh ins Grab hinab.

Was tut der kluge Mensch dagegen?

Als erstes – nicht zu viel bewegen.

Als zweites – nur nicht zu viel tun.

Als drittes – lieber öfter ruhn.

#gedichte #eile #ruhe #lebensweisheit

Winter ohne Ende

Schönste Gedichte
Illustriertes Gedicht von Berndt Baumgart

Nichtendender Winter tröpfelt ins Gras.

Spaziergang und Wandern macht keinen Spaß.

Sonnenlicht scheint durch die Wolken ganz schwach.

Eisreste schwimmen am Rande vom Bach.

#gedichte #winter #nostalgie

Der Zweck des Lebens

Der Zweck des Lebens – Gedicht von Berndt Baumgart

Der Zweck des Lebens

Es war einmal ein Durchschnittsmann,

der fragte sich so dann und wann,

was denn sein Zweck im Leben sei;

denn schließlich ist es schnell vorbei.

Da kam gleich ein Politiker.

Der sagte, das ist gar nicht schwer.

Sei lieb und gut, verhalt dich brav.

Du bist kein Wolf, sondern ein Schaf.

Geh schön wählen, sei zufrieden,

dann geht es dir gut hienieden.

Der Mann lebte nun sorgenfrei.

Woran er starb, ist einerlei.

Doch Sein Bruder war ein Dichter.

Ein ganz kleiner, kein erpichter.

Unzufrieden und mit Sorgen

Aber glücklich, heut und morgen.

#gedichte #illustriertegedichte