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Glaubst der Politik du immer,
hast du keinen blassen Schimmer.
Denn der Klügere glaubt nimmer.
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#gedichte

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Glaubst der Politik du immer,
hast du keinen blassen Schimmer.
Denn der Klügere glaubt nimmer.
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#gedichte

Ohne Zweifel, ohne Sorgen,
leben heute wir und morgen.
Kommt jedoch der Zweifel heute,
sind auch Sorgen da, ihr Leute.
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Daher also nicht mehr Denken,
Blicke in die Nähe lenken,
Gutes essen und auch trinken,
müde in den Traum versinken.
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Und wenn dann die Schüsse knallen,
überall die Bomben fallen,
werden überrascht wir sagen:
Wie kann jemand solches wagen?
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#gedichte

Der Soldat
Der Wind durchs alte Kloster weht.
Die Mauern atmen graue Zeit.
Die Nacht bricht an, es ist schon spät.
Bis in die Heimat ist es weit.
„Was tu ich hier?“ frag ich mich leis.
Muss folgen einem Dummbefehl.
Wer ihn geschrieben, niemand weiß.
Ich soll verraten meine Seel‘.
Und als ich dachte, kam ein Schuss,
der mich verfehlte, welch ein Glück.
Ich wachte auf, nun kommt der Schluss:
Der Krieg ist aus. Ich komm zurück.
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#gedichte #frieden

Der Wertewandel
Die Welt wird auf den Kopf gestellt.
Das Untere ist oben.
Der Teufel sich zu Gott gesellt
und sagt : “Du sollst mich loben.“
Die Werte in der Heutezeit,
sie sind jetzt sehr verschoben.
Das Ende ist wohl nicht mehr weit –
Wir können ja schon proben.
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#gedichte #lyrik

Morgens kommt das erste Weh,
von dem Kopfe bis zum Zeh.
Abends hört das Klagen auf,
und die Nacht nimmt ihren Lauf.
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Schläfst du schließlich tief und fest,
gibt das Schnarchen dir den Rest
von dem Menschen neben dir,
der kann aber nichts dafür.
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Jetzt beginnt der neue Tag,
den man schon viel lieber mag.
Bist gesund, die Sonne scheint.
Mit der Welt bist du vereint.
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So verbringst du Jahr um Jahr,
Leben, du bist wunderbar.
Nicht so wichtig ist manch Schmerz.
Kopf ist klar und froh das Herz.
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#gedichte

Der Bussard hoch am Himmel kreiste.
Die Krähe griff ihn an, die dreiste.
Sie wollte ihn von dannen treiben.
Doch warum ließ sie das nicht bleiben?
War sie neidisch auf den Großen?
Machte sie aus Spaß die Possen?
Störte er den Krähenhimmel?
Hatte sie den Krähenfimmel?
Der Bussard aber war sehr kräftig.
Bewegte seine Schwingen heftig.
Beendete das dumme Treiben.
Und ließ die Krähe Krähe bleiben.
#gedichte #gedicht #vogelbeobachtung #politik

Der Zweck des Lebens
Es war einmal ein Durchschnittsmann,
der fragte sich so dann und wann,
was denn sein Zweck im Leben sei;
denn schließlich ist es schnell vorbei.
Da kam gleich ein Politiker.
Der sagte, das ist gar nicht schwer.
Sei lieb und gut, verhalt dich brav.
Du bist kein Wolf, sondern ein Schaf.
Geh schön wählen, sei zufrieden,
dann geht es dir gut hienieden.
Der Mann lebte nun sorgenfrei.
Woran er starb, ist einerlei.
Doch Sein Bruder war ein Dichter.
Ein ganz kleiner, kein erpichter.
Unzufrieden und mit Sorgen
Aber glücklich, heut und morgen.
#gedichte #illustriertegedichte

Die Weide
Vögel, Luft und Frühlingsträume,
Freiheit, Ferne, weite Räume.
Man kann nur davon träumen hier.
Doch anderes erleben wir:
Stumpfsinn, Enge, Spießertum,
alles gleich und ziemlich dumm.
Keine Freude, großes Leid,
wenig Geld in dieser Zeit.
Also such ich meine Freude
bei den Tieren auf der Weide.
Wenn sie glücklich grasen dort,
lacht mein Herz. Der Frust ist fort.
#gedichte #philosophisch #naturliebe

Im Winter durch den Schnee wir gehen.
Beim Meeresstrand mit nackten Zehen.
Am steilen Berg wir meistens schnaufen.
Und manchmal Hand in Hand wir laufen.
#gedichte #wandern #liebe