Das Altersreptil

Das Altersreptil – Ein Gedicht von Berndt Baumgart

Ich werd´ im Alter ein Reptil;

auch wenn ich solches gar nicht will.

Voll Falten ist jetzt meine Haut;

mir manchmal vor mir selber graut.

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Was kann ich tun, ich armer Mann?

Ich schau´ mir schöne Teile an:

Ein Stück vom Hintern ist recht fein.

Die Kopfhaut hat noch glatten Schein.

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Für Frauen gilt das ebenso.

Sie haben einen runden Po.

Und dem, das nur herunterhängt,

Madame keine Bedeutung schenkt.

.

So wird auch noch das Alter schön.

Es gibt manch Glattes anzusehn.

Ich pfeif´ auf des Senioren Leids:

Auch ein Reptil hat seinen Reiz.

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Entscheidung am Morgen

Ein Gedicht von Berndt Baumgart

Entscheidung am Morgen

Einst wachte ich des nächtens auf.

Es war zur zweiten Stunde.

Beginnt schon jetzt der Tageslauf?

Ich schlaf‘ noch eine Runde!

#gedichte #gedicht #illustriertegedichte

Der Narzist

Der Narzist – Ein Gedicht von Berndt Baumgart

Der Narzisst

Sieh da. Der Spiegel schaut mich an.

Er zeigt mir einen netten Mann.

Wie toll, solch einen Mann zu sehn.

Er lacht mich an. Die Welt ist schön.

#gedichte #humor

Stammtischgeschichte

Gedichte
Der betrunkene Musikus

Stammtischgeschichte

Die Steirische, sie stöhnt und ächzt.

Der Musikus nach Bieren lechzt.

Die Finger wild die Knöpfe drücken,

er fällt besoffen auf den Rücken.

Im Liegen spielt er unverdrossen.

Die Augen waren schon geschlossen.

Wer das geseh’n, wird’s nie vergessen:

Der Xaver war musikbesessen!

Schreiben heute

Schreiben heute


Die Journalisten treffen sich:

Was ist unsre Meinung heute?

Das Schreiben ist jetzt fürchterlich.

Woran glauben heut die Leute?

Was war denn gestern im TV?

Wie ist die Clickrate FB?

Weiß das denn jemand ganz genau?

Was schreiben wir, o weh, o weh?

Hören wir auf die Entscheider!

Meinung wird stets neu geboren.

Das ist dumm, so ist es leider.

Und die Freiheit ist verloren.

Der Machtwechsel

Machtwechsel - Gedicht von Berndt Baumgart
Der Machtwechsel – Ein gedicht von Berndt Baumgart

Der Machtwechsel

Narr, sei lustig, sprach der König.

Traurig bin ich, lach zu wenig.

Zeig mir deine schönsten Possen.

Müde bin ich, sehr verdrossen.

Der Narr indessen, wie befohlen,

will des Königs Trauer holen.

Zieht ihm vom ergrauten Haupte

güldnes Krönlein, das verstaubte.

König sprach, du Narrenknabe

hast die ganz besondre Gabe

frech zu sein, fast unerträglich.

Nimm die Krone, trag sie täglich.