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Glaubst der Politik du immer,
hast du keinen blassen Schimmer.
Denn der Klügere glaubt nimmer.
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#gedichte

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Glaubst der Politik du immer,
hast du keinen blassen Schimmer.
Denn der Klügere glaubt nimmer.
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#gedichte

Morgens kommt das erste Weh,
von dem Kopfe bis zum Zeh.
Abends hört das Klagen auf,
und die Nacht nimmt ihren Lauf.
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Schläfst du schließlich tief und fest,
gibt das Schnarchen dir den Rest
von dem Menschen neben dir,
der kann aber nichts dafür.
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Jetzt beginnt der neue Tag,
den man schon viel lieber mag.
Bist gesund, die Sonne scheint.
Mit der Welt bist du vereint.
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So verbringst du Jahr um Jahr,
Leben, du bist wunderbar.
Nicht so wichtig ist manch Schmerz.
Kopf ist klar und froh das Herz.
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#gedichte

Leben heute
Natürliche Fassung:
Ohne Luft und ohne Wasser
wär´ das Leben etwas blasser.
Doch mit Lust an der Natur
bist du auf der schönsten Spur.
Schwarze Fassung:
Ohne Luft und ohne Wasser
wär´ das Leben etwas blasser.
Doch mit Macht und ganz viel Geld
lebst du gut auf dieser Welt.
Grüne Spezialfassung:
Ohne Luft und ohne Wasser
wär´ das Leben etwas blasser.
Doch mit Windkraft und Solar
leben Grüne wunderbar.
Blaugelbe Fassung
Ohne Luft und ohne Wasser
wär´ das Leben etwas blasser.
Doch mit neuer Autobahn
kannst du flitzen wie im Wahn.
Rote Fassung
Ohne Luft und ohne Wasser
wär´ das Leben etwas blasser.
Doch sind alle krank und arm
hat die Gleichheit ihren Charme.
Vegane Fassung:
Ohne Luft und ohne Wasser
wär´ das Leben etwas blasser.
Doch mit Blattspinat und Tee
tust du nicht den Tieren weh.
Bayerische Fassung:
Ohne Luft und ohne Wasser
wär´ das Leben etwas blasser.
Doch mit Fleisch und gutem Bier
ist es ganz erträglich hier.
#gedichte #gedicht #lebensweisheit

Der Zweck des Lebens
Es war einmal ein Durchschnittsmann,
der fragte sich so dann und wann,
was denn sein Zweck im Leben sei;
denn schließlich ist es schnell vorbei.
Da kam gleich ein Politiker.
Der sagte, das ist gar nicht schwer.
Sei lieb und gut, verhalt dich brav.
Du bist kein Wolf, sondern ein Schaf.
Geh schön wählen, sei zufrieden,
dann geht es dir gut hienieden.
Der Mann lebte nun sorgenfrei.
Woran er starb, ist einerlei.
Doch Sein Bruder war ein Dichter.
Ein ganz kleiner, kein erpichter.
Unzufrieden und mit Sorgen
Aber glücklich, heut und morgen.
#gedichte #illustriertegedichte

Ein unpolitisches Gedicht
macht heute nur ein Bösewicht.
Stellung sollte man beziehen,
und nicht vor der Wahrheit fliehen.
Was ist nun gut und was ist schlecht?
Der Dichter weiß das nicht so recht.
Er lässt den Unfug kurzerhand,
und lebt als Bösewicht im Land.
#unpolitisch #gedichte #politik

Der Esel
Im Wiesengelände ein Esel frisst,
den niemand auf dieser Erde vermisst.
Er ist völlig frei, weil niemand ihn kennt.
Keiner den Grauen als Eigen benennt.
Wo du ihn findest, verrate ich nicht.
Ach, lass‘ ihn dort grasen im Sonnenlicht.
#gedichte #freiheit #lyrik

Herbst am See
Es glitzern Sonnenstrahlen in dem See.
Libellen leicht und rastlos darauf schwirren.
Doch lassen wir uns dadurch nicht beirren:
Auf fernen Bergen funkelt schon der Schnee.
#gedichte #autor #illustriertegedichte #libellen

Der machtlose Dichter
Schweinepest und Affenpocken
die Menschen zu der Impfung locken.
Leer der Gashahn, leer der Tank.
Die Teurung macht die Menschen krank.
Klimaschutz und Kriegsgeschrei:
Mit der Freude ist‘s vorbei.
Doch der Dichter auf Papier
schreibt mit voller Inbrunst hier!
Er schreibt alles, was ihm passt.
Am Ende kommt er in den Knast.

Das Sauggedicht
Das Kind saugt an der Mutterbrust.
Dem Säugling bringt das höchste Lust.
Die Mücke saugt das Blut heraus.
Aus Mensch und Tier, o welch ein Graus.
Die Spinne saugt die Mücke leer.
Das Blut darin, es schmeckt ihr sehr.
Der eine saugt im Herbste Laub.
Der andre, er saugt lieber Staub.
Gesaugt wird auf der ganzen Welt.
Auch, wenn es manchem nicht gefällt.
Den Blutsauger im Menschenreich
Erkennt man später, nicht sogleich.
Oft hast du arglos ihn gewählt.
Bald bist du leer und ausgehöhlt.
Bleib demokratisch, klug und stur.
Und hüte dich vor Diktatur!