
Die Welt von morgen
Wenn die Welt in Trümmern liegt,
und es kaum noch Menschen gibt,
werden Wölfe und auch Bären
sich viel mehr als jetzt vermehren.
–
#gedichte

Die Welt von morgen
Wenn die Welt in Trümmern liegt,
und es kaum noch Menschen gibt,
werden Wölfe und auch Bären
sich viel mehr als jetzt vermehren.
–
#gedichte

Ohne Sturm- und Lederhaube
kämpft der Falke mit der Taube.
Der Sieg des Falken ist gewiss,
weil er halt ein Falke ist.
–
#gedichte

Der Frühling wartet
Und leise schwebt der Winternebel.
Der Frost sitzt schon am langen Hebel.
Bald kommen kurze, dunkle Tage,
für viele eine schlimme Plage.
Das Frühlingskind sitzt in der Ecke,
versteckt sich in der alten Hecke.
Doch in drei Monaten es schreit:
„Fort, alter Winter, es wird Zeit.“
–
#gedichte

Der Soldat
Der Wind durchs alte Kloster weht.
Die Mauern atmen graue Zeit.
Die Nacht bricht an, es ist schon spät.
Bis in die Heimat ist es weit.
„Was tu ich hier?“ frag ich mich leis.
Muss folgen einem Dummbefehl.
Wer ihn geschrieben, niemand weiß.
Ich soll verraten meine Seel‘.
Und als ich dachte, kam ein Schuss,
der mich verfehlte, welch ein Glück.
Ich wachte auf, nun kommt der Schluss:
Der Krieg ist aus. Ich komm zurück.
–
#gedichte #frieden

Der Wertewandel
Die Welt wird auf den Kopf gestellt.
Das Untere ist oben.
Der Teufel sich zu Gott gesellt
und sagt : “Du sollst mich loben.“
Die Werte in der Heutezeit,
sie sind jetzt sehr verschoben.
Das Ende ist wohl nicht mehr weit –
Wir können ja schon proben.
–
#gedichte #lyrik

Wir warten
Wir müssen immer warten und kommen nicht ans Ziel.
Ich hätte gern die Frühlingszeit und du vom Gelde viel.
Er träumt sehr von der großen Liebe, Beförderung tut Not.
Man hofft auf Weihnachten, Genesung – doch bald schon kommt der Tod.
#gedichte #texte #poesie #sprüche #lebensweisheiten

Impressionen aus dem Café
Im Café sitzen die Skelette.
Sie reden alle um die Wette.
Sehr fröhlich sie zusammen plappern.
Nur ab und zu die Knochen klappern.
Die Köpfe wackeln hin und her.
Und haben keine Augen mehr.
Die Kiefer klappen zu und auf.
Sie hau’n sich auf die Schultern drauf.
Und wie ich so nach unten schau,
da wird es mir im Magen flau.
Ich sehe meine eignen Knochen.
Die Angst ist mir ins Hirn gekrochen.
Nein, denke ich. Ich will noch leben.
Will nicht nach Knochenhaufen streben.
Wir brauchen Zunge, Magen, Fleisch.
Erst später kommt das Himmelreich.
#illustriertegedichte #gedichte #lyrik #niederbayern #leben

Herbst am See
Es glitzern Sonnenstrahlen in dem See.
Libellen leicht und rastlos darauf schwirren.
Doch lassen wir uns dadurch nicht beirren:
Auf fernen Bergen funkelt schon der Schnee.
#gedichte #autor #illustriertegedichte #libellen

Auf wilden Wegen tief im Tann,
Da wanderten wir leis entlang.
Die Vögel sangen dann und wann.
Ein kühler Bach floss – ohne Bang.
Vorbei war all das Kriegsgeschrei.
Der Medienrummel mit der Furcht.
Die Angst schien völlig einerlei.
Sie war uns schnuppe, einfach wurscht.