Rezept zur Freude

Sei freundlich stets zu jedermann;
denn so man nur gewinnen kann.
Zeig‘ deine Zähne, weiß und schön.
Sei brav und lass dich niemals gehn.

Wenn alle sagen „Der ist lieb“,
bist du ein rechter Herzensdieb.
Es geht dir gut auf dieser Welt,
auch, wenn dir manches nicht gefällt.

Du hast nur Freunde, keinen Feind,
und jeder gut es mit dir meint.
Dann sinkst du fröhlich in das Grab.
So gut wie dich es keinen gab!

Der Coach

Ich zeige dir den Weg zum Glück.
Geh‘ stets nach vorn und nie zurück.
Mein Ratschlag ist Millionen wert.
Dem geht es gut, der auf mich hört.

Sei nur du selbst, dann geht’s dir gut.
Ich geb‘ dir täglich neuen Mut.
Weiß ganz genau, was gut, was schlecht.
Meine Empfehlung ist stets recht.

Ich werde immer bei dir sein.
Bezahlst du mich, dann bin ich dein
mit gutem Rat an jedem Ort.
Bezahlst du nicht, dann bin ich fort.

Dialog mit dem Spiegel

„Ich bitt‘ dich, Spiegel, schau‘ mich an“.
„Scher‘ dich doch fort, du alter Mann.
Hab‘ schon viel bessere geseh’n,
intelligent und wunderschön“.

„Rahmen aus Gold, den schenk‘ ich dir!“
„Ach Mann, du bist so gut zu mir.
Entschuldige den bösen Ton;
ich liebe dich doch, immer schon“.

Kochen oder nicht

Ich schneide jetzt die Zwiebel,
doch dabei wird mir übel,
und meine Tränen fließen.
Jetzt muss ich auch noch niesen.

Gut kochen für das Leben,
es ist mir nicht gegeben.
Warum soll ich mich stressen?
Ich geh‘ im Gasthaus essen.

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Die Schwalben

Endlich sind die Schwalben hier.
Seit November warten wir
auf das Zwitschern in der Höh‘.
Schön, dass ich sie wieder seh‘.

In des Jahres langem Lauf
fressen sie die Mücken auf.
Schlafen nachts in ihrem Nest,
Wenn man sie in Ruhe lässt.

Wenn es bei uns Schwalben gibt,
ist das Leben ungetrübt,
und wir warten, sonnenklar,
auf das nächste Schwalbenjahr.

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Der Waldbrand

Aus heiterem Himmel kommt ein Blitz.
Ich dachte erst, es sei ein Witz.
Ganz dunkelrot der Wald erglüht,
so wie man es im Film nur sieht.

Am Himmel grinst der Höllenhund,
es tut sich auf ein Feuerschlund.
Das Haus verbrennt, scharf sticht die Luft.
Der Menschen Reichtum ist verpufft.

Des Waldes Boden, dunkelbraun,
sehr traurig ist er anzuschaun.
Doch nächstes Jahr zur Frühlingszeit,
sprießt neues Leben weit und breit.

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Bach und Biber

Der Bach mäandert durch das Tal.
Die Tiere dort in großer Zahl.
An seinem Ufer Büsche steh’n.
Als Kinder fanden wir ihn schön.

Die Sonne gibt ihm Spiegelbild.
Mal fließt er sanft und manchmal wild.
Ich denke an die Kinderzeit,
die lang vorbei, das tut mir leid.

Ein Biber fraß die Bäume auf!
Der Bach verändert seinen Lauf.
So ist er immer wieder neu.
Der Biber macht das Wasser frei.