Die liebe Familie

Ein Mensch kam spät am Abend heim.

Die Wohnung leer, er war allein.

Niemand ging ihm auf die Nerven,

wollte auf das Bett sich werfen.

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Doch plötzlich ging die Türe auf,

es kamen rein in schnellem Lauf

alle von der Großfamilie,

ach, es waren wirklich viele.

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Jetzt unser Mensch laut schrie: „O weh,

lasst mich in Ruh‘, und ich gesteh‘,

es wär‘ schön, wenn ihr verschwändet,

den Besuch bei mir beendet.“

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Sie kamen nah ans Bett heran,

es wimmerte der arme Mann.

Ein Messer blitzt mit glattem Stahl,

jetzt ist es aus, vorbei die Qual.

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Das Messer hielt sein totes Weib,

ein Zittern ging durch seinen Leib,

und langsam wurde es ihm klar,

dass es ein schlimmer Albtraum war.

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Die neue Zeit

Gedicht von Berndt Baumgart

Die alte Zeit ist nun vorbei,

und Werte sind ganz einerlei.

Es zählen jetzt nur Geld und Macht,

des Satans Werk ist fast vollbracht.

Und was kann ich dagegen tun?

In dunkler Nacht zehn Stunden ruh’n,

geniessen jeden Sonnenschein,

mich über schönes Festmahl freun.

Gott den Herren täglich loben.

Alles Gute kommt von oben.

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Die Diebe

Es kamen einst zwei Diebe

zu einem Juwelier.


Sie stahlen nur aus Liebe

und konnten nichts dafür.

Doch dann kam die Polente,

die sah das gar nicht ein.

Sie machten dem ein Ende,

ins Kittchen ging’s hinein.

Dort sollten sie bereuen,

doch das fiel ihnen schwer.

Die strenge Strafe scheuen,

das mochten sie nicht sehr.

So stahlen sie für immer,

das war ihr Lebens Lauf.

Es wurde immer schlimmer,

doch waren sie gut drauf!

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#gedichte

Alles Zufall?

Auf einem Baume saßen wir

und dachten, wozu sind wir hier?

Kann unser Leben Zufall sein?

Ich dachte ja, sie sagte nein.

Noch lange saßen wir zu zweit,

und dann kam die Schlafenszeit.

Der Himmelkletterer

Der Himmelkletterer

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Der Mensch soll an das Gute glauben,

immer brav und artig sein.

An seines Schicksals Leiter schrauben,

klettern in den Himmel rein.

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Ist er dann dort angekommen,

schaut er auf das Erdenrund.

Ach, ich bin jetzt bei den Frommen,

zwar schon tot, aber gesund.

Der Trost

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Der Trost

Lasst uns den Adel loben;

denn er war immer oben.

Der Pöbel, er hat unten

das Schöne nicht gefunden.

Ganz oben sind die Reichen,

kannst ihnen niemals gleichen.

So bleibe arm, voll Demut;

dann packt dich nicht die Wehmut.

Sei glücklich und zufrieden.

Mehr ist dir nicht beschieden.

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#gedichte

Welt und Menschen

Die Welt ist groß, die Welt ist weit.
Die Menschen haben keine Zeit.
Sie rennen hin, sie rennen her,
als ob das alles wichtig wär.
Sie hau’n sich auf die Köpfe drauf,
am Ende sterben sie zuhauf.
Die Welt ist weit, die Welt ist groß.
Der Mensch ruht in der Erden Schoß.

#gedichte