
„Wenn dir alle Glieder schmerzen,
fehlt es manchmal dir am Herzen.“
Der alte Doktor weiß Bescheid.
Dann bist du tot. Das tut ihm leid.
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„Wenn dir alle Glieder schmerzen,
fehlt es manchmal dir am Herzen.“
Der alte Doktor weiß Bescheid.
Dann bist du tot. Das tut ihm leid.
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Es ist schwül, die Luft ist warm;
da kommt ein großer Vogelschwarm.
Er verdeckt das Sonnenhell,
das geht alles blitzeschnell.
Schon scheint die Sonne wie vorher.
Ich fliege mit dem Vogelheer.

Der eine weint, der andre schmollt.
Sie haben“s beide nicht gewollt.
Die Welt verliert ihr Gleichgewicht.
Man spürt es, aber sagt es nicht.
Gerechtigkeit ging leis davon,
verlor sich hinter Stahlbeton.
Wir fragen leis: Wo führt das hin?
Und suchen weiter nach dem Sinn.
Wir stolpern durch das Jetzt mit Scheu.
Es ist uns gar nicht wohl dabei.
Kein Jammern hilft, kein lauter Schrei.
Die Hoffnung bleibt. Ganz heimlich.
Frei.
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Der Wind pfeift um den Hochhauskasten,
die Menschen eilen sich und hasten,
als ob’s der Sinn des Lebens sei.
Ein jeder Tag geht so vorbei.
Doch irgendwann tritt Ruhe ein.
Der Mensch denkt nach: Musste das sein?

Heute wird sehr viel zitiert –
und die Meinung scheint fundiert.
Einstein, der ist sehr beliebt;
denn den klugen Hauch er gibt.
Shakespeare, Dante und Rousseau
funktionieren ebenso.
Mao, Lenin, Seneca,
auch Picasso war schon da.
Charlie Chaplin mit viel Lust,
Plato, Goethe und auch Proust.
Eh man den Verstand verliert,
nimmst du den, der grad regiert.
Wer die Schule hat geschwänzt,
heute so beim Smalltalk glänzt.
Andre denken, du seist klug
Du zitierst – das ist genug.
Neulich war ich sehr verwirrt,
da hat jemand mich zitiert!
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#gedichte

Das Hasenweibchen macht schön Männchen.
Der Maurer trinkt Tee aus dem Kännchen.
Die Freiheitsstatue stark wackelt,
Europa hat bald ausgedackelt.
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#gedichte

Das Maß ist voll, das Leid ist groß.
Was ist nur auf dem Erdball los?
Wann wird denn endlich Frieden sein,
wo Menschen sich des Lebens freun?
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Die Zeichen stehen nicht so gut.
Der Krieg in Schützengräben ruht.
Ein schwerer Panzer explodiert.
Der Mütter Leid zu Tränen rührt.
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Die weiße Friedenstaube stirbt.
Trump’s Austernfrühstück schnell verdirbt.
In Gaza sterben Kinderlein.
Wer mag sich da des Lebens freun?
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Wir hoffen weiter, Tag für Tag.
Es sich zum Bess´ren wenden mag.
Den Frieden gib uns, lieber Gott.
Es sind schon viel zu viele tot.
#gedichte #frieden

Scheidungen in diesem Land
sind den Menschen wohlbekannt.
Hält die Ehe dreizehn Jahr,
ist es schon ganz wunderbar.
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Mancher Mann an diesem Ort
Läuft nach einem Jahre fort.
Auch bei Frauen ist es gleich;
flüchten aus dem Ehereich.
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Daher denke ich mir sehr:
Niemand braucht die Ehe mehr.
Warum muss die Hochzeit sein?
Ist es besser nicht allein?
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Ich verleb´ ein Single-Jahr;
ach, ist das nicht wunderbar!
Kommt die Neue, ist es klar:
Ich sag´ wieder gerne „Ja“.
#gedichte

Der Krieg jetzt vor der Haustür steht.
Ist es für Frieden schon zu spät?
Wer will denn für die Heimat sterben?
Die Kriegeslust von früher erben?
Der Pazifist zu Hause sitzt,
bis ihn des Mörders Klinge ritzt.
Das Militär mit dem Gewehr
stirbt auf dem Schlachtfeld, das ist schwer.
Was sollten wir am besten tun?
Voll Angst in unsrem Lande ruhn?
Kann der Diplomat vermitteln?
Schmeichelnd und mit Ehrentiteln?
Doch niemand weiß den Königsweg.
Wir stehen schwankend auf dem Steg.
Fragen: „Was ist Gottes Wille?“
Und verharren in der Stille.
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