Flohschicksal

Die Flöhe springen hin und her,
sie haben keine Heimat mehr.
Der Blitz hat ihren Hund getroffen-
Ein neues Flohnest sie erhoffen.

„Wir nisten uns beim Menschen ein“,
sagt eine Flohfrau, „das wär‘ fein.“
Gesagt, getan, sie springen hin,
ein warmes Plätzchen sie im Sinn.

Beim Menschen fängt das Kratzen an.
„Was juckt mich da, mich armen Mann?
Es wird doch keine Zecke sein?“
„Nein“, denkt die Flohfrau, „dreimal nein.“

Traurig diese Sache endet.
Ein Flohspray jenen Spuk beendet.
„Beim Hund war’s schöner“, sagen alle.
Der Mensch ist schlecht, in jedem Falle.

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#gedichte

Das Blödsinngedicht

Manche laufen hin und her,

als ob das alles wichtig wär.

Andre laufen her und hin,

und denken so, es habe Sinn.

Einige, sie schauen zu,

sie sind satt und wollen Ruh.

Letztlich sind sie alle gleich,

streben zu dem Himmelreich.

Sie vernichten ihren Feind,

und hochloben jeden Freund.

Jeder macht’s auf seine Art,

es wird nicht am Geld gespart.

Schließlich siegt die Toleranz.

Gedicht fertig, Hund hat Schwanz.

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#gedichte

Friedensbitte

Das Maß ist voll, das Leid ist groß.

Was ist nur auf dem Erdball los?

Wann wird denn endlich Frieden sein,

wo Menschen sich des Lebens freun?

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Die Zeichen stehen nicht so gut.

Der Krieg in Schützengräben ruht.

Ein schwerer Panzer explodiert.

Der Mütter Leid zu Tränen rührt.

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Die weiße Friedenstaube stirbt.

Trump’s Austernfrühstück schnell verdirbt.

In Gaza sterben Kinderlein.

Wer mag sich da des Lebens freun?

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Wir hoffen weiter, Tag für Tag.

Es sich zum Bess´ren wenden mag.

Den Frieden gib uns, lieber Gott.

Es sind schon viel zu viele tot.

#gedichte #frieden

Die Scheidung

Scheidungen in diesem Land

sind den Menschen wohlbekannt.

Hält die Ehe dreizehn Jahr,

ist es schon ganz wunderbar.

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Mancher Mann an diesem Ort

Läuft nach einem Jahre fort.

Auch bei Frauen ist es gleich;

flüchten aus dem Ehereich.

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Daher denke ich mir sehr:

Niemand braucht die Ehe mehr.

Warum muss die Hochzeit sein?

Ist es besser nicht allein?

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Ich verleb´ ein Single-Jahr;

ach, ist das nicht wunderbar!

Kommt die Neue, ist es klar:

Ich sag´ wieder gerne „Ja“.

#gedichte

Der Ehrenbürger

Der Ehrenbürger

Er ist klug und auch sehr rund.

Trinkt nicht viel, ist recht gesund.

Hat im Dorfe viel getan,

manches kam auch ganz gut an.

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Also sprach der große Rat:

„An dem Sepp wird nicht gespart.

Große Ehren kriegt er hier,

keine Steuer, freies Bier“.

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Straße wird benannt nach ihm,

alle Leute grüßen ihn.

Er ist aller Ehren wert,

sitzt ganz vorn beim Kurkonzert.

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So geht seine Zeit dahin.

Nette Bürger mögen ihn.

Andren ist er einerlei.

Und sein Grab ist kostenfrei.

Plötzlich und unerwartet

Den Vulkan, man sieht ihn schon

mit einer großen Eruption.

Die Menschen haben keine Bang,

man kennt ja den Vulkan schon lang.

Doch plötzlich fliegt der Deckel fort,

und ganz verschwunden ist der Ort.

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Die Zukunft der Erde

Wasser Luft und Energie

brauchen Menschen und das Vieh.

Doch die Wesen sind zu viel

jetzt geworden auf der Welt,

auch, wenn uns das nicht gefällt,

und die Technik kommt ins Spiel.

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Mit ganz großer Willenskraft

man die neue Erde schafft.

Sie ist nicht, was Gott gefiel,

als er dieses Kleinod schuf.

Höret seinen großen Fluch,

und der Satan kommt ins Spiel.

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Wie das alles weitergeht?

Vielleicht ist es schon zu spät?

Wird das unser Ende sein?

fragt der Mensch in großer Not.

Bleibt für uns nur noch der Tod?

Gott, schenk uns den Gnadenschein!

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Freundschaft

Hast du etwas Zeit für mich?

Gern. Hier ist mein Ohr für dich!

Danke, höre mein Problem:

Es ist mir nicht angenehm.

Ich hab‘ Sorgen, wenig Geld.

Diese Welt mir nicht gefällt.

Auch gesund bin ich nicht mehr;

denn das Alter spür‘ ich sehr.

Danke, dass du zugehört.

Solch ein Freund ist sehr viel wert.

#gedichte