
„Ist der Lachs gut mariniert?“
Fragt die Dame recht pikiert.
„Hätte ich ihn sonst serviert?
Auch der Hund hat ihn probiert.“
–
#gedichte #lyrik

„Ist der Lachs gut mariniert?“
Fragt die Dame recht pikiert.
„Hätte ich ihn sonst serviert?
Auch der Hund hat ihn probiert.“
–
#gedichte #lyrik

Heimatgedanken
–
Zugereist und zugezogen,
mancher hat uns angelogen;
sprach, seine Heimat wäre hier,
In Wirklichkeit kam er aus Trier.
–
Eigentlich ist das nicht wichtig.
Allerorten ist man richtig!
Der Mensch lebt hier und manchmal dort,
oder an einem andren Ort.
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Das Erdenrund ist grenzenlos.
Wir leben in der Mutter Schoß,
und mit der Heimattümelei,
ist es, gottlob, schon lang vorbei.
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Langsam sind wir klug geworden.
Glauben nicht den Menschenworten.
Egal, ob klug, ob schön, ob fett;
am wichtigsten ist: Sie sind nett.
#gedichte

Der alte Dichter
Das Leben wird jetzt digital.
Für manchen ist das eine Qual.
Für andre es viel Neues bringt.
Der Dichter schaut, was es ihm bringt.
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Nun sitzt er an der Tastatur.
Von großer Freude keine Spur.
Sein Dichterhirn, es ist sehr schlicht.
Da hilft auch der Computer nicht.
–
Dann schreibt er mit dem Federkiel;
denn das entspricht eher seinem Stil.
Mit Kunstschrift und mit Lineal:
Die Inhaltsleere ist egal.
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#gedichte

Die Welt von morgen
Wenn die Welt in Trümmern liegt,
und es kaum noch Menschen gibt,
werden Wölfe und auch Bären
sich viel mehr als jetzt vermehren.
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#gedichte

Kein Engel
In der goldnen Abendsonne
fliegt ein Englein, welche Wonne.
Der zweite Blick zeigt offenbar,
dass es nur ein Flugzeug war.
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#gedichte

Ohne Sturm- und Lederhaube
kämpft der Falke mit der Taube.
Der Sieg des Falken ist gewiss,
weil er halt ein Falke ist.
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#gedichte

Vergesslichkeit
Im Alter fällt das Lernen schwer.
Der Wunsch ist da, das Hirn ist leer.
Was gibt es solcherhand zu tun?
Ganz viel bewegen, lange ruh’n.
Nicht viel Fett und Zucker essen,
und die Impfung nicht vergessen.
Mit solch gutem Rat versehen,
kann es in die Grube gehen.
Doch das Allerschönste ist,
wenn man auch den Tod vergisst.
–
#gedichte

Der Frühling wartet
Und leise schwebt der Winternebel.
Der Frost sitzt schon am langen Hebel.
Bald kommen kurze, dunkle Tage,
für viele eine schlimme Plage.
Das Frühlingskind sitzt in der Ecke,
versteckt sich in der alten Hecke.
Doch in drei Monaten es schreit:
„Fort, alter Winter, es wird Zeit.“
–
#gedichte

Der Soldat
Der Wind durchs alte Kloster weht.
Die Mauern atmen graue Zeit.
Die Nacht bricht an, es ist schon spät.
Bis in die Heimat ist es weit.
„Was tu ich hier?“ frag ich mich leis.
Muss folgen einem Dummbefehl.
Wer ihn geschrieben, niemand weiß.
Ich soll verraten meine Seel‘.
Und als ich dachte, kam ein Schuss,
der mich verfehlte, welch ein Glück.
Ich wachte auf, nun kommt der Schluss:
Der Krieg ist aus. Ich komm zurück.
–
#gedichte #frieden