Zwei Freunde gingen spazieren
und klagten einander ihr Leid.
Im Laufen und beim Parlieren
die Trauer verging und die Zeit.

Zwei Freunde gingen spazieren
und klagten einander ihr Leid.
Im Laufen und beim Parlieren
die Trauer verging und die Zeit.

Über die Leber läuft eine Laus.
Am Magen kommt sie wieder heraus.
Dort gibt‘s zunächst ein großes Gespei.
Denn sie kam an der Galle vorbei.

Zwei Dinge, die man besser lässt, sind Ostern und das Weihnachtsfest. Das religiöse Ritual bedeutet vielen eine Qual. Am besten ists mit Toleranz: Der eine lässt das Feiern ganz, der andre suhlt sich im Gewühl, weil seine Seele es so will. Zum dritten Weg ist es noch weit: Zur Liebe und zur Menschlichkeit. Ist diese auf dem Erdenrund, gibt es zum Feiern jeden Grund.
Karl und Klara gingen heute
in dem großen Park spazieren.
Dort blickten sie durch alte Leute,
weil Junge sich nicht interessieren
für die schrumpeligen Alten –
humpelnd, zitternd und zu fade,
an den Stöcken und mit Falten.
Dafür sind sie sich zu schade.
Junge Leute, voller Liebe,
wollen nur zu ihresgleichen.
Nach dem kurzen Frühlingstriebe
sie die Seniorenzeit erreichen.
Auch ihr Leben bleibt nicht stehen,
werden bald nicht mehr gesehen.
Karl und Klara gingen heute
in den Park – und hatten Freude.
Der Hund macht nix, er ist ganz brav,
sehr lieb ist er, so wie ein Schaf.
Das Kind hat ihn nur irritiert,
da wurde Bello ganz verwirrt.
Er biss das Kind ins Bein ganz tief,
nun gut, da lief wohl etwas schief.
Hoffentlich war das Kind gesund;
denn nur 1A-Fleisch mag der Hund.
Zwei Schweine gingen durch die Stadt,
in der es viele Schweine hat.
Sie suchten aus das Rathausschwein,
es sollte Bürgermeister sein.
Den Schweinen ging es nun sehr gut,
und bald kam auch der Übermut.
Er küsste sie zart auf den Po
und auf die Brüste sowieso.
Das machte beide Schweine geil,
sogar das Rathausschwein nahm teil
an der Schweinesudelei,
das Priesterlein war auch dabei.
Wie konnte es nun anders sein –
Der Metzger kam sehr bald herein,
beendete das Schweinespiel,
Würste, Schnitzel gab es viel.
Professor Lobrecht hatte Schmerzen
an dem Rücken und am Zeh.
Der Magen drückte und am Herzen
tat es manchmal etwas weh.
Lobrecht wollte Stärke zeigen,
musste seinen Mann stets stehn,
gehörte niemals zu den Feigen,
die immer gleich zum Arzte gehn.
Doch seine braves Eheweibchen jagte ihn zum Doktor hin;
rückte täglich ihm ans Leibchen.
Widerstand war ohne Sinn.
Und nun fragte der Herr Doktor:
„Wo tut‘s weh, was sagt das Blut?“
Lobrecht wusste nichts zu sagen:
Heute ging es ihm doch gut.
Noch lang der Herr Professor lebte,
nur langsam wurde Lobrecht alt.
Des Doktors Leben längst entschwebte,
die gute Frau war auch schon kalt.