
Die Verse und die Poesie;
den Sinn begreift der Dichter nie.
Er schreibt drauf los, jetzt ist es da!
Die ganze Welt ist wunderbar.
Der große Wurf gelingt ihm kaum.
Ein Dichter lebt in seinem Traum.

Die Verse und die Poesie;
den Sinn begreift der Dichter nie.
Er schreibt drauf los, jetzt ist es da!
Die ganze Welt ist wunderbar.
Der große Wurf gelingt ihm kaum.
Ein Dichter lebt in seinem Traum.

„Gib Pfötchen, Max,“ Frau Brummer sagt,
weil ihr die Dominanz behagt.
„Dein Max ist aber wirklich lieb,
vergisst ganz seinen Mannestrieb,“
lobt sie die Ann, lang Witwe schon,
und krault ihn frech in dem Salon.
Als Max das rechte Beinchen hebt,
Frau Brummers Schrei im Raume schwebt.

In trübem Wetter leben wir,
doch manche sind ganz gerne hier.
Wir lieben jeden Sonnenstrahl,
der selten hier ist, allemal.
Träumen von der Sommerhitze,
lieben die Gewitterblitze.
Auch Frühlingswärme wäre schön;
jetzt ist Nebel nur zu sehn.
Es hilft kein Jammern und kein Schrein:
Wir müssen halt zufrieden sein.

Ein Blatt tanzt in der klaren Luft,
aufgehängt am Spinnenfaden.
Die Herbsteszeit den Winter ruft.
Vorher kommen Nebelschwaden.
.
Schön ist sie dennoch, diese Zeit
mit den kühlen Sonnenstrahlen.
Jetzt kann der Herrgott weit und breit
jedes Blatt mit Gold bemalen.

Nachts, bei klarem Sternenhimmel
kam der Waldemar, der Lümmel;
holt das Einbruchswerkzeug raus,
klaute alles aus dem Haus,
das Herrn Präsident gehört.
Die Tageszeitung war empört.
Doch der Polizeichef schwört:
„Den Waldemar hab ich verhört.
Er kann es nicht gewesen sein;
und sein Alibi ist rein.“
Also ward der Klaus gefasst;
denn die Obrigkeit er hasst.
Steckt ihn in den Knast im Nu,
und das brave Volk hat Ruh‘.
.

„Wenn dir alle Glieder schmerzen,
fehlt es manchmal dir am Herzen.“
Der alte Doktor weiß Bescheid.
Dann bist du tot. Das tut ihm leid.
.

Der Wind pfeift um den Hochhauskasten,
die Menschen eilen sich und hasten,
als ob’s der Sinn des Lebens sei.
Ein jeder Tag geht so vorbei.
Doch irgendwann tritt Ruhe ein.
Der Mensch denkt nach: Musste das sein?

Das Maß ist voll, das Leid ist groß.
Was ist nur auf dem Erdball los?
Wann wird denn endlich Frieden sein,
wo Menschen sich des Lebens freun?
.
Die Zeichen stehen nicht so gut.
Der Krieg in Schützengräben ruht.
Ein schwerer Panzer explodiert.
Der Mütter Leid zu Tränen rührt.
.
Die weiße Friedenstaube stirbt.
Trump’s Austernfrühstück schnell verdirbt.
In Gaza sterben Kinderlein.
Wer mag sich da des Lebens freun?
.
Wir hoffen weiter, Tag für Tag.
Es sich zum Bess´ren wenden mag.
Den Frieden gib uns, lieber Gott.
Es sind schon viel zu viele tot.
#gedichte #frieden

Scheidungen in diesem Land
sind den Menschen wohlbekannt.
Hält die Ehe dreizehn Jahr,
ist es schon ganz wunderbar.
.
Mancher Mann an diesem Ort
Läuft nach einem Jahre fort.
Auch bei Frauen ist es gleich;
flüchten aus dem Ehereich.
.
Daher denke ich mir sehr:
Niemand braucht die Ehe mehr.
Warum muss die Hochzeit sein?
Ist es besser nicht allein?
.
Ich verleb´ ein Single-Jahr;
ach, ist das nicht wunderbar!
Kommt die Neue, ist es klar:
Ich sag´ wieder gerne „Ja“.
#gedichte