Der Schwarzstorch und der Seidenreiher
sind wirklich rar geworden.
Die Schwaben, Pfälzer und den Bayer
findet man allerorten.
Archiv der Kategorie: Gedicht
Fritz und Renate
Fritz liegt auf dem Kanapee,
will gemächlich ruhen.
Seine nervende Renate
findet blöd das und auch fade.
Sie will lieber shoppen gehen,
ratschen, andre Menschen sehen.
Er will seine Ruhe haben,
in dem Pfuhle sich vergraben.
Da beginnt ihr Zorngeschrei;
mit der Ruhe ist’s vorbei.
Fritze sagt mit schlauem Blinken:
„Erst geh’n wir shoppen und dann trinken.“
Die Täuschung
Die Täuschung und die Mimikry
beherrschen brave Bürger nie.
Doch Fachleute der Politik,
sie können dieses Meisterstück.
Nachtgedanken
Rassismus, Dummheit, Angstgedanken
bringen unser Land zum Schwanken.
Wo sollen wir die Lösung suchen?
In dem großen Wohlstandskuchen?
In der Bildung, in der Liebe?
In dem Religionsgetriebe?
Bei den politischen Parteien,
die ihre laute Wahrheit schreien?
Auch aus des Seelendoktors Gründen
will man uns das Glück verkünden.
Vielleicht könnten wir schlicht beginnen,
bevor uns wird die Zeit verrinnen,
und den Erdball wir verlieren,
die Anderen zu respektieren.
Der Stieglitz
Ein Stieglitz saß hoch auf dem Ast
und pickte Sonnenblumenkerne.
Das Knabbern hat ihm sehr gepasst,
und wir betrachteten ihn gerne.
Zur Illustration:
Hund und Katze
Sie liebten sich wie Hund und Katze.
Maunz haute gern ihn mit der Tatze.
Wuff konnt‘ sich nicht dagegen wehren;
denn schließlich tat er sie verehren.
Wuff war ein Mann und musste geben,
Maunz war die Frau – so ist das eben.
Hund und Katze
Sie liebten sich wie Hund und Katze.
Maunz haute gern ihn mit der Tatze.
Wuff konnt‘ sich nicht dagegen wehren;
denn schließlich tat er sie verehren.
Wuff war ein Mann und musste geben,
Maunz war die Frau – so ist das eben.
Der Taucher
Ein Großfisch saß am Meeresgrund
und hielt offen seinen Schlund.
Ein Taucher schwamm dort, ohne Not.
Der Schlund war zu. Der Taucher tot.
Der Kohldampf
Sie sagte ihm ganz liebevoll,
dass er sie immer lieben soll.
Er hat sie nicht mal angeblickt,
war auf dem Stuhle eingenickt.
Das nahm sie ihm gar übel sehr,
und kochte ihm kein Essen mehr.
Die Beine blieben auch geschlossen,
das hat ihn dann noch mehr verdrossen.
Am Schluss dann, nach zwei Hungerwochen,
da kam er wieder angekrochen.
Er sprach: „Ich will dich immer lieben,
nur lass‘ mich nicht mehr Kohldampf schieben.“