Wieder hält die Weihnachtszeit
Umsatz und Gewinn bereit.
Kasse zu und Kasse auf.
War das nicht ein schöner Kauf?
Ladenhüter, Dreck und Schund
stopft die Kundschaft in den Schlund.
Eiternd quillt der Überfluss,
schenken, welch ein Hochgenuss.
Durch der Straßen Kaufgewühl
kostet man voll Frohgefühl,
bis des Bettlers Mütze winkt:
Schnell vorbei. Nein, wie der stinkt!
Sowas geht nun doch zu weit.
O du schöne Weihnachtszeit.
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Das Welt-Sonett: (negativ und positiv)
Du schöne Erde, dein Los macht mir Sorgen,
Aus deinem Schoße schönste Dinge sprossen;
Die haben wir schon viel zu lang genossen.
Ich fürchte manchmal, dass es gibt kein Morgen.
Und dabei wäre alles nicht so schwierig:
Es müssten schweigen einfach alle Waffen,
Gerettet würden Vögel, Fische, Affen.
Die Menschheit will den Frieden ganz begierig.
Variante 1 (negativ)
Was nützen all die Klimaschutzabkommen,
Wenn die Tyrannen foltern und auch morden,
Gewehre schwingen graus’ge Kinderhorden?
Das Gift die Länder schwängert bis zum Tode,
Der Erdenleib verwelkt und wird marode;
Doch viele haben das noch nicht vernommen.
Variante 2 (positiv)
O, lasst die Kugeln in den Waffenrohren,
Zerstört das Gift und lasst die Meere leben.
Wir sollten doch das Gute weitergeben.
Bewahrt die Erde für die Kindeskinder,
Und auch die Tiere danken es nicht minder-
Dann ist die Welt noch nicht so ganz verloren.
Variante 3 (irgendwo dazwischen)?
Limerick 5
Der Moser aus Fürth ist ein Guter;
Die kostbare Zeit nicht vertut er.
Er tut, was er muss,
da traf ihn ein Schuss.
Zwischen zwei Steinen, da ruht er.
Limerick 4
Der Xaver, ein Junge aus Altaich,
ihm wurden beim Klettern die Knie weich.
Dann fiel er hinunter,
das war auch kein Wunder.
Nun schwimmt er im See zwischen Fischlaich.
Der unbekannte Ort
Zwei Menschen fahr’n ein großes Stück,
wollen die Welt verstehen.
Nach Jahren kommen sie zurück
und haben viel gesehen.
Sie zeigen ihre Fotos her,
doch niemand will sie schauen.
Auch ihr Buch ist viel zu schwer,
nicht einfach zu verdauen.
So fahren sie denn wieder fort,
hören auf zu fluchen;
finden den unbekannten Ort,
den viele ewig suchen.
Das liebe Gedicht
Heute schreibe ich ein liebes Gedicht:
Weihnachten kommt, das himmlische Licht.
Alle haben sich jetzt ganz lieb,
selbst den Betrüger und den Dieb.
Verzeihen ist nun up to date,
lieber schneller als zu spät.
Wir nehmen alle in den Arm,
das tut so gut und hält ganz warm.
Alle sind wir Brüder, Schwestern.
Feindschaft ist vorbei seit gestern.
Und wenn alles so schön bliebe,
dann gäbe es die Menschenliebe.
Herbstnebel am Inn
Graue Gänse
Dunkle Wolken
Keine Sterne und kein Mond
Brachvogelschwärme
Kraniche in der Nacht
Traurige Schwäne
Der Seeadler schläft
Die Natur ruht
Die Blätter fallen in der Windstille
Die alte Frau und der junge Mann
Sie fasst ihn immer wieder an
und möchte diesen jungen Mann.
Er ist jung und sie ist schwammig.
„Ist mir egal“, denkt er – „Verdammich“.
Jetzt trinkt er einen großen Schnaps,
isst das Fleisch mit einem Happs,
so kann er’s überstehen.
Sie drängt: „Wir sollten gehen“.
Sie hat ein Haus, ein Bett und Geld,
so ist er nicht auf sich gestellt.
Sein Vater hält ihn viel zu knapp:
Er soll studieren, papperlapapp.
So geht das hin, dann wird es schwer.
Es kommt ein junges Weib daher,
Sie ist frisch und hat Manieren.
Jetzt muss er schuften und studieren.
Der Beschützer
Im Café zur Sommerzeit
sitzt sie in einem schönen Kleid.
Nebenan hockt ihr Galan,
der strengt sich ganz erheblich an.
Er legt den Arm sehr sanft um sie,
will sie beschützen, weiß nicht, wie.
Besitzergreifend greift er zu,
sie schüttelt sich. “Lass‘ mich in Ruh“,
so denkt sie, sagt es aber nicht,
drum wird er frecher, dieser Wicht.
Sie fragt sich, ob sie glücklich war.
Mit diesem nicht, das wird ihr klar.
Die Frau guckt zweifelnd und verdattert,
in ihrem Hirn es knirscht und rattert.
Er jagt fort einen Wesperich,
mit der Speisekart‘ vom Tisch.
Sie will’s nicht haben, will nur weg,
wie es ihm sagen, diesem Zeck?
Ihre Arme sind verschränket nun,
was kann sie denn jetzt nur noch tun?
Sie lacht und sagt ganz fröhlich dann:
„Ich geh‘ und such‘ mir einen Mann“.