
Ist der Himmel frühlingsblau,
fühlt der Mensch es ganz genau,
dass der Winter enden soll!
Alle sind der Hoffnung voll.

Ist der Himmel frühlingsblau,
fühlt der Mensch es ganz genau,
dass der Winter enden soll!
Alle sind der Hoffnung voll.

Der Herbst war schön, das Wetter mild;
im Garten wurde noch gegrillt.
Die Menschen waren wirklich froh,
es war ja schon seit Jahren so.
Die weiße Weihnacht gab es nicht;
das ist auch nicht des Wetters Pflicht.
Wir wanderten im grauen Wald.
Das Herz war froh, die Füße kalt.
Dann kam ein rauer Januar;
gefroren war das Schnurrbarthaar.
Es fiel der Schnee, und immer mehr.
Eisregen macht das Leben schwer.
Die Sonne schien nur sehr gequält.
Vitamin D den Menschen fehlt.
Ach komme bitte, Frühlingszeit!
„Ich bin fast da, bald ist’s so weit!“
.

Kuschelzeit für Mensch und Tier,
bei diesem Wetter bleibt man hier.
Alle sitzen hier gemeinsam
denn ansonsten sind wir einsam.

Die Verse und die Poesie;
den Sinn begreift der Dichter nie.
Er schreibt drauf los, jetzt ist es da!
Die ganze Welt ist wunderbar.
Der große Wurf gelingt ihm kaum.
Ein Dichter lebt in seinem Traum.

„Gib Pfötchen, Max,“ Frau Brummer sagt,
weil ihr die Dominanz behagt.
„Dein Max ist aber wirklich lieb,
vergisst ganz seinen Mannestrieb,“
lobt sie die Ann, lang Witwe schon,
und krault ihn frech in dem Salon.
Als Max das rechte Beinchen hebt,
Frau Brummers Schrei im Raume schwebt.

In trübem Wetter leben wir,
doch manche sind ganz gerne hier.
Wir lieben jeden Sonnenstrahl,
der selten hier ist, allemal.
Träumen von der Sommerhitze,
lieben die Gewitterblitze.
Auch Frühlingswärme wäre schön;
jetzt ist Nebel nur zu sehn.
Es hilft kein Jammern und kein Schrein:
Wir müssen halt zufrieden sein.

Sie wählten ihn mit viel Bedacht
und hofften, dass er Gutes macht.
Doch leider später sich entpuppt,
er war nicht gut und sehr korrupt.

Bei Vollmond wird der Abend hell.
Die Fledermäuse schwirren.
Lautlos für das Menschenohr
kommen sie aus Mauern vor.
Die Beute sie verwirren –
und verschlucken sie dann schnell.

Ein Blatt tanzt in der klaren Luft,
aufgehängt am Spinnenfaden.
Die Herbsteszeit den Winter ruft.
Vorher kommen Nebelschwaden.
.
Schön ist sie dennoch, diese Zeit
mit den kühlen Sonnenstrahlen.
Jetzt kann der Herrgott weit und breit
jedes Blatt mit Gold bemalen.