Das Nilpferd und das Krokodil,
die trafen sich am Weißen Nil.
Das Nilpferd sprach: „Du Nimmersatt,
warum bist du nur immer platt?“
Das Krokodil sprach grinsend nur:
„ICH achte halt auf die Figur“.
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Der Elefant im Bus
Herrn Bahr im vollen Autobus
ein Elefant trat auf den Fuß.
Wie kam das Tier nur dort hinein?
Das konnte nur ein Wunder sein.
Des Wunders Lösung aber war:
Es war ein Alptraum von Herrn Bahr.
Lebensweisheit Nr. 6
Was du nicht willst, das man dir tu,
das mache selbst nur ab und zu.
Die Kröte und der Salamander
Die Kröte und der Salamander
geh’n ein Stückchen miteinander.
Sie kannten sich noch aus der Schule
an dem Teiche, in der Kuhle.
Denn Amphibisch konnten sie studieren
beim alten Aalmolch und parlieren,
wie’s Intellektuelle tun, doch sodann
herankroch Kurt, der Schneckenmann.
Er kannte sie schon lang vom Sehen
und wollte, dass sie ihn verstehen.
Sie sahen ihn und dankten sehr,
doch Molluskisch war ihnen zu schwer.
Ein Kompromiss war bald gefunden:
Sie nahmen Coelenteratenstunden.
Das war ein leichter Dialekt,
und bald schon sprachen sie perfekt.
Die Akte
Eine große, dicke Akte
ärgerte mich lange Zeit,
bis ich sie dann schließlich packte,
denn ich war sie langsam leid,
ihr in dem Instanzenwirrwar
nach und nach, weiß selbst nicht, wie,
weil sie lang genug bei mir war,
einen neuen Herrn verlieh.
Der schlaue Bauer
Der alte Bauer ist ein Schlauer.
Er liebt sein Vieh, das Feld, das Geld.
Die Bäurin aber liebt den Knecht.
Das ist dem Bauern gar nicht recht.
Drum suchen sie den Kompromiss:
Der Bauer vögelt die Kuh,
die Bäurin den Knecht immerzu.
Und schon hat‘s a Ruh auf dieser Welt.
Doch beim Bauern bleibt das Geld.
Lebensweisheit Nr. 5
Ohne das sanfte Ruhekissen
wär‘ das Gewissen aufgeschmissen.
Die Figur
Gar mancher achtet auf Figur
und äußere Erscheinung nur,
und sieht dabei nicht, welcher Mist
darin sehr oft verborgen ist.
Der Bürger und das Finanzamt
Ein Bürger zum Finanzamt geht,
weil er die Welt nicht mehr versteht:
Er soll – dies will ihm nicht bekommen,
mehr zahlen, als er eingenommen.
Drum fragt er keck und ungeniert,
ob ihn das Amt hier angeschmiert.
Der Steuermann ist gleich beleidigt,
spricht von „Beamter“ und „vereidigt“,
weist auf den großen Stempel hin,
der amtlich sei und somit Sinn
besäße, was den Bürgersmann
beruhigt. Er geht und zahlt sodann.
Moral:
Wenn es amtlich angeordert,
zahlt der Bürger, was gefordert.