Ich sitze in der Mittagshitze
und warte auf Gedankenblitze.
Die Turmuhr schlägt gerade zwei,
da kommt eine Idee vorbei.
Hingeschrieben, nachgedacht,
den Dichter das nicht glücklich macht.
Also weiter kräftig denken,
das Hirn nun in die Lyrik lenken.
Nein, es klappt nicht, ich vergehe
in der Hitze, und verstehe
die eigenen Gedanken nicht.
Das macht mich krank, der Wille bricht,
jetzt, endlich, das gesuchte Wort,
wo ist es hin? Gedicht ist fort.
Archiv der Kategorie: Humorvolles
Die Hitze
Ich sitze in der Mittagshitze
und warte auf Gedankenblitze.
Die Turmuhr schlägt gerade zwei,
da kommt eine Idee vorbei.
Hingeschrieben, nachgedacht,
den Dichter das nicht glücklich macht.
Also weiter kräftig denken,
das Hirn nun in die Lyrik lenken.
Nein, es klappt nicht, ich vergehe
in der Hitze, und verstehe
die eigenen Gedanken nicht.
Das macht mich krank, der Wille bricht,
jetzt, endlich, das gesuchte Wort,
wo ist es hin? Gedicht ist fort.
Die Vögel
Die Vögel fliegen hin und her
und haben regen Flugverkehr.
Der Reim ergäbe keinen Sinn,
flögen die Vögel her und hin.
Der Sinn des Lebens
Die Welt dreht sich noch eine Weile,
für Menschen gibt es keine Eile.
Unser Dasein ist nur kurz,
kürzer als ein Fliegenfurz.
Was sollten wir nun in der Zeit
tun bei der Gelegenheit
unsres Lebens, das so knapp;
denn bald schon liegen wir im Grab.
Dichten, musizieren, ficken,
kontemplieren, Sterne blicken,
denken, glauben und studieren,
niemals in der Kälte frieren,
immer wieder Neues lernen,
Zecken aus der Haut entfernen,
manchmal saufen,
etwas raufen,
Gutes tun,
ein wenig ruhn,
später zu den Sternen fliegen,
aber niemals uns bekriegen.
Schlankheitswahn
Zwei Skelette lagen auf dem Bette,
was das bedeutet, gilt die Wette:
Sie hungerten ein ganzes Jahr
für die Gesundheit, wunderbar.
Wie Bohnenstangen sah’n sie aus,
spindeldürr, es war ein Graus.
Die Knochen klapperten ganz laut
unter der glatten Lederhaut.
Zur Ruhe legten sie sich nieder,
und streckten ihre dünnen Glieder.
Sie wollten nochmal Sex erleben,
es ging nicht mehr, so war das eben.
Die Lust war da, das Fleisch verschwunden,
so haben sie den Tod gefunden.
Der Kalfaktor
Der „calfactor“ war recht drollig;
er machte es im Winter mollig,
ihn gab es in den alten Zeiten.
Er war brav, man konnt‘ ihn leiden.
Heißmacher in der heut’gen Zeit,
gibt’s gar viele weit und breit,
die, schaut man mit erschrocknen Augen,
nicht einmal zum Kalfaktor taugen.
Das Schwingen
Die Mutter mahnt ihr Töchterlein,
es solle auf der Hut stets sein
vor männlichen Gefahren
und Freunden, jung an Jahren.
Die Tochter glaubt das alles nicht,
und bald schon zu der Mutter spricht:
„Ach bitte, lass‘ mich gehen.
Ich möchte Klaus heut sehen.“
Da sagt die Mutter sorgenvoll,
worauf die Tochter achten soll.
Vor allen andren Dingen
besonders auf das Schwingen.
„Er schwingt dich auf das Motorrad,
und rüstet bald zur nächsten Tat:
Beim Tanzen schwingt er weiter,
dir wird ganz leicht und heiter.
Er schwingt dich hin, er schwingt dich her;
Dann küsst er dich, er atmet schwer,
und bald schwingt dich der Bube
aufs Bett in seiner Stube.“
Die Mutter fragt ihr Töchterlein:
„War denn die Zeit mit Klaus auch fein,
und – schwang er? Bitte sage!“
Ja…das war hier die Frage.
Fritz und Walter
Fritz und Walter fuhren täglich
morgens in der Straßenbahn.
Der eine war so dumm wie Stroh,
der andre auch kein kluger Mann.
Sie sahen täglich junge Frauen
und bewunderten sie sehr:
„Bei der, da müsste man sich trauen,
und die ist geil und noch viel mehr.“
Die beiden Narren nicht bedachten,
Idioten war’n sie beide sehr,
dass Frauen sie total verachten;
denn Deppen gibt es immer mehr.
Das Nilpferd und das Krokodil
Das Nilpferd und das Krokodil,
die trafen sich am Weißen Nil.
Das Nilpferd sprach: „Du Nimmersatt,
warum bist du nur immer platt?“
Das Krokodil sprach grinsend nur:
„ICH achte halt auf die Figur“.