
Kuschelzeit für Mensch und Tier,
bei diesem Wetter bleibt man hier.
Alle sitzen hier gemeinsam
denn ansonsten sind wir einsam.

Kuschelzeit für Mensch und Tier,
bei diesem Wetter bleibt man hier.
Alle sitzen hier gemeinsam
denn ansonsten sind wir einsam.

Und wieder ist ein Jahr vorbei.
Manch Träume brachen da entzwei.
Die Krankheit kam und auch der Tod.
Am Ende war doch viel im Lot.
Auf Erden Glück und Hoffnung siegt,
wenn Menschenvolk sich nicht bekriegt.
So kommt es, wie es kommen mag,
nach langer Nacht kommt wieder Tag!

Die Verse und die Poesie;
den Sinn begreift der Dichter nie.
Er schreibt drauf los, jetzt ist es da!
Die ganze Welt ist wunderbar.
Der große Wurf gelingt ihm kaum.
Ein Dichter lebt in seinem Traum.

„Gib Pfötchen, Max,“ Frau Brummer sagt,
weil ihr die Dominanz behagt.
„Dein Max ist aber wirklich lieb,
vergisst ganz seinen Mannestrieb,“
lobt sie die Ann, lang Witwe schon,
und krault ihn frech in dem Salon.
Als Max das rechte Beinchen hebt,
Frau Brummers Schrei im Raume schwebt.

In trübem Wetter leben wir,
doch manche sind ganz gerne hier.
Wir lieben jeden Sonnenstrahl,
der selten hier ist, allemal.
Träumen von der Sommerhitze,
lieben die Gewitterblitze.
Auch Frühlingswärme wäre schön;
jetzt ist Nebel nur zu sehn.
Es hilft kein Jammern und kein Schrein:
Wir müssen halt zufrieden sein.

Er sitzt und brütet vor sich hin;
denn gut zu dichten ist sein Sinn.
Er dichtet ständig, permanent,
das weiß ein jeder, der ihn kennt.
Er ist fast immer wohlgemut;
denn das Dichten tut ihm gut.
Er schreibt bei Bier und auch bei Wein;
denn im Café schmeckt alles fein.
Einst hebt ein Englein ihn empor;
dann dichtet er in Gottes Ohr.

Sie wählten ihn mit viel Bedacht
und hofften, dass er Gutes macht.
Doch leider später sich entpuppt,
er war nicht gut und sehr korrupt.

Bei Vollmond wird der Abend hell.
Die Fledermäuse schwirren.
Lautlos für das Menschenohr
kommen sie aus Mauern vor.
Die Beute sie verwirren –
und verschlucken sie dann schnell.

Ein Blatt tanzt in der klaren Luft,
aufgehängt am Spinnenfaden.
Die Herbsteszeit den Winter ruft.
Vorher kommen Nebelschwaden.
.
Schön ist sie dennoch, diese Zeit
mit den kühlen Sonnenstrahlen.
Jetzt kann der Herrgott weit und breit
jedes Blatt mit Gold bemalen.