Der Mond

Illustriertes Gedicht von Berndt Baumgart
Gedicht von Berndt Baumgart – Illustration von Nadia Baumgart

Der Mond

Der Vollmond scheint ins Zimmer rein.

Manch einen freut sein heller Schein.

Dem andern ist der Mond ein Graus.

Er traut sich nicht mehr aus dem Haus.

Hat Angst vor Feen und Gespenstern.

Die lauern nächtens vor den Fenstern

und rutschen rein, du glaubst es nimmer,

auf Lunas Strahl in Schlafes Zimmer.

Der Mond hält ständig uns auf Trab:

Mal nimmt er zu, mal nimmt er ab.

Mich macht er froh und manchmal munter.

Und ich werde immer runder.

#gedichte

Das Tier hat man zum Fressen gern

Gedicht von Berndt Baumgart/ Illustration von Nadia Baumgart

Das Tier hat man zum Fressen gern

Feinkost für Tiere aus Pute und Schwein.

Vielleicht sogar Rind, was darf´s denn heut sein?

Wir Menschen sind brav und dienen dem Tier.

Freut sich unser Tier, dann lachen auch wir.

Samtpfoten, Fellnasen, andres Getier-

Daisy und Bello, wir lieben sie schier.

Es gibt Superfood, mit Liebe gekocht.

Auch Amy hat das schon immer gemocht.

Haustiere, Spieltiere, Tiere zum Fraß:

Wir lieben sie sehr. So einfach ist das.

Des Huhnes Problem

Illustrierte Gedichte von Berndt Baumgart
Illustriertes Gedicht von Berndt Baumgart

Des Huhnes Problem

Auf einem alten Odelfass

saß ein Huhn und wurde nass,

denn es schüttete gar sehr.

Der Regen nahm kein Ende mehr.

„Was soll ich tun?“, das Huhn sich fragt.

Zitternd es sein Los beklagt.

„Im Hühnerstall, da wär es schön.

Ich brauchte nur hineinzugeh‘n.

Doch dort ist der geile Hahn,

den ich nicht ertragen kann“.

Das Huhn blieb sorgend auf dem Fleck.

Die dunklen Wolken zogen weg

und warme Sonne kam heraus.

Schon war des Huhnes Sorge aus.

Der Gänsesäger

Kaum jemand kennt den Gänsesäger,

denn Gänse sägen kann nicht jeder.

Sein Schnabel ist gesägt und spitz,

und Fische frisst er – ohne Witz.

Der Schnabel vorn nach unten geht,

was beim Hinschaun man versteht.

Des Weibchens Schopf ist bräunlich-wild,

wie man es sieht auf manchem Bild.

Das Männchen schwimmt in stolzer Pracht:

Kopf, Rücken, schwarz – so wie die Nacht.

Unten weiß, ganz wie ein Schwan,

wir mögen dich, du Sägemann.