Der Albtraum

Der Albtraum

Es wird alles immer schwerer.

Böse kommen ständig näher.

Ich laufe, und ich falle hin;

das alles gibt gar keinen Sinn.

Der Schweiß bricht aus, ich fürchte mich:

O Gott, es ist so fürchterlich.

Der Tod ist nah, o weh, o weh,

den Lebenslauf ich vor mir seh‘.

Bei lautem Schreien werd‘ ich wach –

Welch Glück, es ist ein neuer Tag.

#gedichte

Überraschung

Ohne Zweifel, ohne Sorgen,

leben heute wir und morgen.

Kommt jedoch der Zweifel heute,

sind auch Sorgen da, ihr Leute.

.

Daher also nicht mehr Denken,

Blicke in die Nähe lenken,

Gutes essen und auch trinken,

müde in den Traum versinken. 

.

Und wenn dann die Schüsse knallen,

überall die Bomben fallen,

werden überrascht wir sagen:

Wie kann jemand solches wagen?

.

#gedichte

Heimatgedanken

Heimatgedanken

Zugereist und zugezogen,

mancher hat uns angelogen;

sprach, seine Heimat wäre hier,

In Wirklichkeit kam er aus Trier.

Eigentlich ist das nicht wichtig.

Allerorten ist man richtig!

Der Mensch lebt hier und manchmal dort,

oder an einem andren Ort.

Das Erdenrund ist grenzenlos.

Wir leben in der Mutter Schoß,

und mit der Heimattümelei,

ist es, gottlob, schon lang vorbei.

Langsam sind wir klug geworden.

Glauben nicht den Menschenworten.

Egal, ob klug, ob schön, ob fett;

am wichtigsten ist: Sie sind nett.

#gedichte

Der alte Dichter

Der alte Dichter

Das Leben wird jetzt digital.

Für manchen ist das eine Qual.

Für andre es viel Neues bringt.

Der Dichter schaut, was es ihm bringt.

Nun sitzt er an der Tastatur.

Von großer Freude keine Spur.

Sein Dichterhirn, es ist sehr schlicht.

Da hilft auch der Computer nicht.

Dann schreibt er mit dem Federkiel;

denn das entspricht eher seinem Stil.

Mit Kunstschrift und mit Lineal:

Die Inhaltsleere ist egal.

#gedichte

Die Welt von morgen

Gedicht von Berndt Baumgart

Die Welt von morgen

Wenn die Welt in Trümmern liegt,

und es kaum noch Menschen gibt,

werden Wölfe und auch Bären

sich viel mehr als jetzt vermehren.

#gedichte