Heimatgedanken

Heimatgedanken

Zugereist und zugezogen,

mancher hat uns angelogen;

sprach, seine Heimat wäre hier,

In Wirklichkeit kam er aus Trier.

Eigentlich ist das nicht wichtig.

Allerorten ist man richtig!

Der Mensch lebt hier und manchmal dort,

oder an einem andren Ort.

Das Erdenrund ist grenzenlos.

Wir leben in der Mutter Schoß,

und mit der Heimattümelei,

ist es, gottlob, schon lang vorbei.

Langsam sind wir klug geworden.

Glauben nicht den Menschenworten.

Egal, ob klug, ob schön, ob fett;

am wichtigsten ist: Sie sind nett.

#gedichte

Der alte Dichter

Der alte Dichter

Das Leben wird jetzt digital.

Für manchen ist das eine Qual.

Für andre es viel Neues bringt.

Der Dichter schaut, was es ihm bringt.

Nun sitzt er an der Tastatur.

Von großer Freude keine Spur.

Sein Dichterhirn, es ist sehr schlicht.

Da hilft auch der Computer nicht.

Dann schreibt er mit dem Federkiel;

denn das entspricht eher seinem Stil.

Mit Kunstschrift und mit Lineal:

Die Inhaltsleere ist egal.

#gedichte

Die Welt von morgen

Gedicht von Berndt Baumgart

Die Welt von morgen

Wenn die Welt in Trümmern liegt,

und es kaum noch Menschen gibt,

werden Wölfe und auch Bären

sich viel mehr als jetzt vermehren.

#gedichte

Kein Engel

Gedicht Berndt Baumgart

Kein Engel

In der goldnen Abendsonne

fliegt ein Englein, welche Wonne.

Der zweite Blick zeigt offenbar,

dass es nur ein Flugzeug war.

.

#gedichte

Falke und Taube

Illustrierte Gedichte von Berndt Baumgart

Ohne Sturm- und Lederhaube

kämpft der Falke mit der Taube.

Der Sieg des Falken ist gewiss,

weil er halt ein Falke ist.

#gedichte

Vergesslichkeit

Gedicht

Vergesslichkeit

Im Alter fällt das Lernen schwer.

Der Wunsch ist da, das Hirn ist leer.

Was gibt es solcherhand zu tun?

Ganz viel bewegen, lange ruh’n.

Nicht viel Fett und Zucker essen,

und die Impfung nicht vergessen.

Mit solch gutem Rat versehen,

kann es in die Grube gehen.

Doch das Allerschönste ist,

wenn man auch den Tod vergisst.

#gedichte

Der Frühling wartet

Gedicht von Berndt Baumgart

Der Frühling wartet

Und leise schwebt der Winternebel.

Der Frost sitzt schon am langen Hebel.

Bald kommen kurze, dunkle Tage,

für viele eine schlimme Plage.

Das Frühlingskind sitzt in der Ecke,

versteckt sich in der alten Hecke.

Doch in drei Monaten es schreit:

„Fort, alter Winter, es wird Zeit.“

#gedichte