Durch die Stadt ging ich heute
Was ich bald schon bereute
Denn ich sah viele Leute
Diese Meute
Heute.
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Der Hürdenläufer
Ein Hürdenläufer lieber schlief,
anstatt dass er fleißig lief;
und so tat er einst ein Rennen
statt durchlaufen glatt verpennen.
Den Siegeskranz nahm er nicht wichtig:
Doch ausgeschlafen war er richtig!
Der Unfug
Blödsinn war ihm nicht genug:
Da wurde aus dem Unfug Fug;
doch fand er, solcherart entstellt,
kein Plätzchen mehr auf dieser Welt,
trat nur ganz kümmerlich und schlecht
als Teil noch auf in „Fug und Recht“.
Er sah: So konnte das nicht bleiben
– nun geht er wieder Unfug treiben.
Das Mondgedicht
Am Himmel oben zieht er
gemächlich seine Bahn;
aus seiner Höhe sieht er
die Erde staunend an
und denkt: „Von all den Affen,
die sich gezeigt auf ihr,
ward nicht so viel geschaffen
wie von dem Menschentier,
das in den paar Sekunden,
die es auf Erden rennt,
sehr viel herausgefunden
und doch so wenig kennt.
Wie ist die Menschenmasse
so klug und doch so dumm.
Bald bringt sich diese Rasse
wahrscheinlich selber um.“
Dies denkt der Mond und weiter
hellt er in seinem Lauf
als stiller Wegbegleiter
die Nacht der Erde auf.
Die Vögel
Die Vögel fliegen hin und her
und haben regen Flugverkehr.
Der Reim ergäbe keinen Sinn,
flögen die Vögel her und hin.
Der Mann und das Finanzamt
Ein Mann geht zum Finanzamt hin,
mit gutem Mut und frohem Sinn.
Er möchte Geld zurückbekommen,
das man im Vorjahr ihm genommen.
Erst wartet er in einem Flur,
so ungefähr zwei Stunden nur,
dann ruft man ihn in ein Büro,
jetzt ist er dran, jetzt ist er froh.
Der Herr vom Amt ist missgelaunt.
Er fragt den Mann, der sehr erstaunt,
nach Formular C 4 F 3,
und isst sein Butterbrot dabei.
Dann fragt er noch, warum er nicht
schon früher kam, was seine Pflicht
gewesen wäre, und zum Schluss
es so kommt, wie es kommen muss:
Der Mann zahlt viele Steuern nach,
auch, wenn er jammert „weh“ und „ach“.
Es zeigt sich die Behörde hart,
ihm alles nimmt, was er gespart.
Doch er, nicht dumm, in Jahresfrist
schon selbst Finanzbeamter ist,
beginnt den Dienst im Monat Mai
-und isst sein Butterbrot dabei.
Lebensweisheit für den Mann
Trinkst du häufig Zwiebelsaft,
fördert das die Manneskraft.
Doch wirst du den Erfolg vermissen,
wenn alle Frauen ausgerissen.
Drum sollst Gemüsesaft du trinken,
dann hast du Kraft, ohne zu stinken.
Der Bomber
Der Bomber wirft die Bomben ab,
Millionen leiden Angst und Pein.
Dies freut den Staat ganz ungemein;
denn ihm wirft das Gewinne ab.
Der Schwan und die Enten
Zwei Enten trafen einen Schwan,
den sahen sie sich staunend an.
Dann sprachen sie: Du edles Tier,
warum bist schöner Du als wir?
Dem Schwan gefiel die Schmeichelei,
drum schwamm er stolzgeschwellt herbei,
sah auf die Enten leicht hinab
und sagte ihnen kurz und knapp:
Ich bin von Adel, Entensklaven,
mein Geschlecht gönnt auch den braven,
die sich ducken, manch Pläsier,
seid fügsam, kommt und folget mir.
Dabei kam ein Jägersmann,
legte seine Büchse an,
ein Schuss, ein Treffer und vorbei
war’s mit der Schwan-Lobhudelei.