Der Unfug

Blödsinn war ihm nicht genug:
Da wurde aus dem Unfug Fug;
doch fand er, solcherart entstellt,
kein Plätzchen mehr auf dieser Welt,
trat nur ganz kümmerlich und schlecht
als Teil noch auf in „Fug und Recht“.
Er sah: So konnte das nicht bleiben
– nun geht er wieder Unfug treiben.

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Dicht(er)

Ist ein Mensch kein Geisteslicht,
heißt es: „Der ist nicht ganz dicht“,
was so ungefähr besagt,
dass im Hirn ein Loch ihn plagt.
Will man diesen Schaden richten
und fängt Verse an zu dichten,
merkt man leider allzu früh,
dass vergebens ist die Müh;
und der weise Mann verzichtet:
Man wird nicht Dichter, wenn man dichtet.

Die Erfindung des WC

Vor vielen Jahren saß ein Mann
vergnügt auf der Toilette,
tat, was er musste, und sodann
zog er die Spülungskette.

Er zog recht kräftig, fest und kurz,
wie er es einst erlernte,
doch kam darauf kein Wassersturz,
der rasch sein Werk entfernte.

Sobald er dieses Pech erkannt,
stieg er auf des Beckens Rand,
damit er nun aus nächster Nähe,
den Wasserkasten sich besähe.

Er fiel und brauchte einen Halt,
die Hände suchend fassten
die Kette, die nun mit Gewalt
herunterriss den Kasten.

Er fiel genau auf seinen Fuß –
Es kam nun auch der Wasserguss;
der arme Mann rief Ach und Weh,
gebrochen war sein großer Zeh.

Wie es bei jedem Missgeschick:
Die Sache wurde schnell publik;
und seitdem nennt man jenen Ort
Weh-Zeh, mit diesem Doppelwort.

(Un)Verziertes

Mit „Ver“ und „ung“, das sieht man hier,
wird die Verzierung aus der Zier.
Wenn man nur „ver“ und „un“ addiert
Sowie ein „t“, wirds unverziert.
Dies ist mitunter gar nicht schlecht;
Denn manche Zier, die ziert nicht recht:
Ein Künstler, der für Kunst immun wird,
nicht mehr verziert, nur noch verunziert.

Hier schürft man besser nicht mehr tiefer,
sonst kommt man noch bis Ungeziefer.
Dabei ist manches kleine Untier
Viel schöner als der Menschen Unzier.