Eine Maß am Morgen
vertreibt alle Sorgen.
Eine Maß zur Nacht
hat Freude mir gebracht.
Der Schlaf war ruhig, die Nacht war schön.
Maßvoll soll es weitergehn.
Eine Maß am Morgen
vertreibt alle Sorgen.
Eine Maß zur Nacht
hat Freude mir gebracht.
Der Schlaf war ruhig, die Nacht war schön.
Maßvoll soll es weitergehn.
Der Pfarrer und die Nonne
Der Pfarrer liebt die keusche Nonne.
Ihr Leib, der gibt ihm größte Wonne.
Er sorgt sich auch um ihre Seele.
Als Seelsorger, da geht er fehle.
War das in unsres Gottes Plane,
dass unter mancher Schwarzsoutane
die Geilheit und die Bosheit juchzen,
während arme Nonnen schluchzen?
Der Teufel wird sie alle holen;
doch bis dahin ist‘s noch Zeit:
Noch manche Nonne wird geschunden,
bis das Priestervolk verschwunden.
Ein neuer Tag, ein neues Glück.
Wir schaun nach vorn und nicht zurück.
Das Alte ist geschehn auf Erden,
die Zukunft könnte besser werden.
Am wichtigsten ist wohl das Heute,
so tönen manche klugen Leute,
doch heute, das ist morgen gestern,
würde der Zyniker schnell lästern.
Nun denken wir am besten weiter,
weit nach vorne, bleiben heiter.
Hundert Jahre oder mehr:
Wo nehmen wir die Hoffnung her?
Leider können wir nichts wissen,
suchen wir auch sehr verbissen.
Wie lange wird es Menschen geben?
Na schaun wir mal, so ist das Leben.
Es waren einst drei Musketiere,
die kämpften wie die wilden Stiere.
Sie erschlugen zwanzig Tyrannen
und tausende Soldatenmannen.
So wurden sie berühmt im Ländchen,
die Sänger brachten ihnen Ständchen.
Voll Lobes waren auch die Dichter,
die Staatsanwälte und die Richter.
Die Frauen wollten Kinder haben
von den drei Musketenknaben.
Und so gibt es noch bis heute
Nachfahren der Musketenleute.
Die Welt erscheint heut himmelgrau.
Wenn ich auf meine Stimmung schau,
dann wird es deutlich, ganz genau:
Das Firmament ist himmelblau.
Karl und Klara sind ein Pärchen.
Glücklich sind sie wie im Märchen.
Da kommt Olli voller Tücke,
und vorbei ist’s mit dem Glücke.
Er verführt das Klaramädchen
heimlich in dem Nachbarstädtchen.
Doch das Karlchen findet’s raus:
Und schon ist’s mit Olli aus!
So geschieht es immer wieder,
hält man nicht im Zaum die Glieder.
Doch mancher Mann, erhob‘nen Hauptes,
vögelt fremd, und niemand glaubt es.
Ich möchte gerne Freude haben,
häufig lachen, lustig sein.
Mich an der eig’nen Dummheit laben.
Ich bin klein, mein Herz ist rein…
Neujahrswünsche gibt es viele
auf der großen, weiten Welt.
Manche haben große Ziele,
andere, die wollen Geld.
Sehr gefragt sind auch der Frieden,
die Gesundheit und die Liebe.
Lasst uns einig sein hinieden
und bekämpfen unsre Triebe.
Viele wollen überleben,
kommen aus den Kriegsregionen,
flohen aus der Erde Beben
und der Soldaten Kampflegionen.
So wünsche ich auf jeden Falle
für das neue Erdenjahr:
Lasst uns neue Wege finden alle,
denn viel Zeit ist nicht mehr da.
Bis dass ihn einst der Tod ereilt,
der Mensch auf dieser Erde weilt.
Doch manchen, und auch das soll’s geben,
trifft nicht der Tod – ihn schlägt das Leben.