
Wir machen uns kriegstüchtig,
und sagen es der Jugend;
denn Krieg ist eine Tugend.
So werden sie kriegssüchtig.
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#gedichte

Wir machen uns kriegstüchtig,
und sagen es der Jugend;
denn Krieg ist eine Tugend.
So werden sie kriegssüchtig.
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#gedichte

Der Schlüssel, er ist nicht mehr da.
Und wo steckt nur die Kamera?
Den Regenschirm ich wohl vergaß.
Nun werden meine Haare nass.
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Der Mantel hat sich auch versteckt,
und wo steckt bloß mein Geld – o Schreck?
Lippenstifte, Sonnenbrille,
sie verschwanden in der Stille.
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Den lieben Mann ich jetzt verlor.
Ich komm mir so alleine vor.
Im Supermarkt war er noch mein.
Nun ist er weg. Wo mag er sein?
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#gedichte #autor #rottalinn

Am Tisch der Kröten und Insekten
sich alle Gäste lustig neckten.
Und als den Anstand sie vergaßen,
die Kröten die Insekten fraßen.
#gedichte

Geht dir etwas auf den Geist,
ist es dummes Zeug zumeist.
Dreh dich um und gehe fort.
Blödsinn gibt’s an jedem Ort.

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Glaubst der Politik du immer,
hast du keinen blassen Schimmer.
Denn der Klügere glaubt nimmer.
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#gedichte

Ohne Zweifel, ohne Sorgen,
leben heute wir und morgen.
Kommt jedoch der Zweifel heute,
sind auch Sorgen da, ihr Leute.
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Daher also nicht mehr Denken,
Blicke in die Nähe lenken,
Gutes essen und auch trinken,
müde in den Traum versinken.
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Und wenn dann die Schüsse knallen,
überall die Bomben fallen,
werden überrascht wir sagen:
Wie kann jemand solches wagen?
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#gedichte

Der Soldat
Der Wind durchs alte Kloster weht.
Die Mauern atmen graue Zeit.
Die Nacht bricht an, es ist schon spät.
Bis in die Heimat ist es weit.
„Was tu ich hier?“ frag ich mich leis.
Muss folgen einem Dummbefehl.
Wer ihn geschrieben, niemand weiß.
Ich soll verraten meine Seel‘.
Und als ich dachte, kam ein Schuss,
der mich verfehlte, welch ein Glück.
Ich wachte auf, nun kommt der Schluss:
Der Krieg ist aus. Ich komm zurück.
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#gedichte #frieden

Der Wertewandel
Die Welt wird auf den Kopf gestellt.
Das Untere ist oben.
Der Teufel sich zu Gott gesellt
und sagt : “Du sollst mich loben.“
Die Werte in der Heutezeit,
sie sind jetzt sehr verschoben.
Das Ende ist wohl nicht mehr weit –
Wir können ja schon proben.
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#gedichte #lyrik

Morgens kommt das erste Weh,
von dem Kopfe bis zum Zeh.
Abends hört das Klagen auf,
und die Nacht nimmt ihren Lauf.
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Schläfst du schließlich tief und fest,
gibt das Schnarchen dir den Rest
von dem Menschen neben dir,
der kann aber nichts dafür.
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Jetzt beginnt der neue Tag,
den man schon viel lieber mag.
Bist gesund, die Sonne scheint.
Mit der Welt bist du vereint.
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So verbringst du Jahr um Jahr,
Leben, du bist wunderbar.
Nicht so wichtig ist manch Schmerz.
Kopf ist klar und froh das Herz.
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#gedichte