Ein Stieglitz saß hoch auf dem Ast
und pickte Sonnenblumenkerne.
Das Knabbern hat ihm sehr gepasst,
und wir betrachteten ihn gerne.
Zur Illustration:
Ein Stieglitz saß hoch auf dem Ast
und pickte Sonnenblumenkerne.
Das Knabbern hat ihm sehr gepasst,
und wir betrachteten ihn gerne.
Zur Illustration:
Sie liebten sich wie Hund und Katze.
Maunz haute gern ihn mit der Tatze.
Wuff konnt‘ sich nicht dagegen wehren;
denn schließlich tat er sie verehren.
Wuff war ein Mann und musste geben,
Maunz war die Frau – so ist das eben.
Sie liebten sich wie Hund und Katze.
Maunz haute gern ihn mit der Tatze.
Wuff konnt‘ sich nicht dagegen wehren;
denn schließlich tat er sie verehren.
Wuff war ein Mann und musste geben,
Maunz war die Frau – so ist das eben.
Ein Großfisch saß am Meeresgrund
und hielt offen seinen Schlund.
Ein Taucher schwamm dort, ohne Not.
Der Schlund war zu. Der Taucher tot.
Sie sagte ihm ganz liebevoll,
dass er sie immer lieben soll.
Er hat sie nicht mal angeblickt,
war auf dem Stuhle eingenickt.
Das nahm sie ihm gar übel sehr,
und kochte ihm kein Essen mehr.
Die Beine blieben auch geschlossen,
das hat ihn dann noch mehr verdrossen.
Am Schluss dann, nach zwei Hungerwochen,
da kam er wieder angekrochen.
Er sprach: „Ich will dich immer lieben,
nur lass‘ mich nicht mehr Kohldampf schieben.“
Ich sitze in der Mittagshitze
und warte auf Gedankenblitze.
Die Turmuhr schlägt gerade zwei,
da kommt eine Idee vorbei.
Hingeschrieben, nachgedacht,
den Dichter das nicht glücklich macht.
Also weiter kräftig denken,
das Hirn nun in die Lyrik lenken.
Nein, es klappt nicht, ich vergehe
in der Hitze, und verstehe
die eigenen Gedanken nicht.
Das macht mich krank, der Wille bricht,
jetzt, endlich, das gesuchte Wort,
wo ist es hin? Gedicht ist fort.
Ich sitze in der Mittagshitze
und warte auf Gedankenblitze.
Die Turmuhr schlägt gerade zwei,
da kommt eine Idee vorbei.
Hingeschrieben, nachgedacht,
den Dichter das nicht glücklich macht.
Also weiter kräftig denken,
das Hirn nun in die Lyrik lenken.
Nein, es klappt nicht, ich vergehe
in der Hitze, und verstehe
die eigenen Gedanken nicht.
Das macht mich krank, der Wille bricht,
jetzt, endlich, das gesuchte Wort,
wo ist es hin? Gedicht ist fort.
„Das Leben ist schwer“, klagt Sabine.
„Da hast du Recht“, entgegnet Ruth.
„Warum ich das denn nur verdiene?
Den anderen geht es so gut.“
Dabei verzog sich ihre Miene,
verächtlich zog den Mund die Ruth.
„Immer nur dieselbe Schiene,
wie blöd das dumme Leben tut.“
Sie fuhren fort, sich zu bedauern,
jammerten ganz laut und weit,
steckten in den dicken Mauern
der Beschränktheit unsrer Zeit.
Riechst du des Sommers Düfte,
der Herbst liegt schon in der Luft.
Die Seele fliegt bald in die Lüfte,
den Körper erwartet die Gruft.