
Das Ende des Lesens


Ein Mann steht an der Lidl-Kasse.
Der Schnaps dort, der ist spitzenklasse.
Er trinkt ihn aus der Schnabeltasse.
Und alles zahlt die Krankenkasse.

Diskussionen oder Streit:
Ist es wieder mal so weit?
Gibt es noch Gemeinsamkeit?
Sind wir uns allmählich leid?
Liegt`s an der Corona-Zeit?
Oder sind wir nicht gescheit?
Ach, wir sind nur arme Leit.
Und bald kommt die Sommerzeit.
Diskussionen oder Streit:
Ist es wieder mal so weit?
Gibt es noch Gemeinsamkeit?
Sind wir uns allmählich leid?
Liegt`s an der Corona-Zeit?
Oder sind wir nicht gescheit?
Ach, wir sind nur arme Leit.
Und bald kommt die Sommerzeit.
Mancher träumt in trüber Zeit
gern von der Vergangenheit.
Andre lenken ihre Sinn
lieber auf die Zukunft hin.
Einige sind knochenhart:
Sie lieben ihre Gegenwart.
Gott erschien mir einst im Traum.
Ja, ich weiß, Ihr glaubt es kaum.
Leise sprach er in mein Ohr.
Manchen kommt das albern vor.
„Ihr Menschen seid fürwahr sehr dumm,
bringt Euch oft gegenseitig um.
Macht Euer Leben ständig schwer.
Die Liebe hinkt schwach hinterher.
Die Bildung schwindet und der Geist.
Ihr glaubt zu wissen, und das heißt,
dass Ihr so töricht wie zuvor.“
Mir kam das ziemlich logisch vor.
„Die Freiheit hab ich Euch geschenkt,
Ihr nutzt sie wenig, und ihr denkt,
dass Euch die Politik regiert.
Doch dabei werdet Ihr verführt.
Den Wissenschaftlern glaubt Ihr gern.
Die Weisen seht ihr eher von fern.
Ihr folgt dem großen Kapital.
Philosophie, sie war einmal.
Jetzt heißt es: Hauptsache gesund.
Geimpft wird, und der Bauch ist rund.“
Ich wollte antworten recht schwach.
Da wurde ich ganz plötzlich wach.
Die Sonne spiegelt sich im See.
Mir tun fast die Augen weh.
Später kommt des Nächtens Dunkel
und am Himmel Sterngefunkel.
Verdunkelt ist der Menschen Geist,
bei Tag und Nacht – oder zumeist.

Sein Konto ist leer:
Das Herz wird ihm schwer.
Die Frau, sie ist fort.
Jetzt denkt er an Mord.
Er schreibt ein Gedicht-
So schlimm ist es nicht.

Kaum jemand kennt den Gänsesäger,
denn Gänse sägen kann nicht jeder.
Sein Schnabel ist gesägt und spitz,
und Fische frisst er – ohne Witz.
Der Schnabel vorn nach unten geht,
was beim Hinschaun man versteht.
Des Weibchens Schopf ist bräunlich-wild,
wie man es sieht auf manchem Bild.
Das Männchen schwimmt in stolzer Pracht:
Kopf, Rücken, schwarz – so wie die Nacht.
Unten weiß, ganz wie ein Schwan,
wir mögen dich, du Sägemann.
