In trübem Wetter leben wir, doch manche sind ganz gerne hier. Wir lieben jeden Sonnenstrahl, der selten hier ist, allemal. Träumen von der Sommerhitze, lieben die Gewitterblitze. Auch Frühlingswärme wäre schön; jetzt ist Nebel nur zu sehn. Es hilft kein Jammern und kein Schrein: Wir müssen halt zufrieden sein.
Wir sind klug und wir sind weise,
der Herrgott schickt uns auf die Reise.
Mancher reist in weite Fernen
und schaut zu des Südens Sternen.
Andere zu Hause bleiben,
die Nase an der Scheibe reiben.
Einige fahr‘n kurze Strecken,
schau‘n nur über Heimathecken.
Doch mit dem Sparticket zu reisen,
das gefällt nicht mal uns Weisen.
So reisen wir das ganze Leben,
Der eine weint, der andre schmollt. Sie haben“s beide nicht gewollt. Die Welt verliert ihr Gleichgewicht. Man spürt es, aber sagt es nicht.
Gerechtigkeit ging leis davon, verlor sich hinter Stahlbeton. Wir fragen leis: Wo führt das hin? Und suchen weiter nach dem Sinn.
Wir stolpern durch das Jetzt mit Scheu. Es ist uns gar nicht wohl dabei. Kein Jammern hilft, kein lauter Schrei. Die Hoffnung bleibt. Ganz heimlich. Frei.