Der alte Herr von Frankenstein
trat in der Ehe Schranken ein.
Sein Weib trinkt keinen Frankenwein,
doch soll sie gut beim Zanken sein.
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Frankenstein1
Der alte Herr von Frankenstein,
am liebsten trank er Frankenwein;
dann ward er krank und trank den Wein
fortan nur noch auf Krankenschein.
Hund und Katze
Die Katze kämpfte mit dem Hunde
im Freistil bis zur zehnten Runde.
Dann wurde es dem Hund zu viel:
Es war ihm doch zu frei der Stil.
Der Regenwurm
Der Regenwurm hat es sehr schlecht,
trägt seinen Namen nicht zu Recht.
Man stets von ihm nur Falsches spricht:
Der Regen wurmt ihn nämlich – nicht.
Der Räuber
Der Räuber kam um Mitternacht,
es war eine Gewitternacht.
Als er zur Flucht sich setzt in Marsch,
traf ihn ein Blitz an seinem Kopf.
(Reimt sich nicht, weil er den gestohlenen
goldenen Kugelschreiber hinters Ohr geklemmt
und nicht, wie eigentlich geplant, in die
hintere Gesäßtasche gesteckt hatte.)
Herbert
Ohne eine müde Mark
kam der Herbert in die Stadt.
Das Landleben hatte er satt.
Er war dumm, aber ziemlich stark.
Jahre vergingen, und Herbert wurde reich.
Er war Ehemann und Direktor zugleich,
doch hatte er alles satt bis ins Mark.
Dumm war er immer noch, aber nicht mehr so stark.
Brathuhn und Fledermaus
Das Brathuhn und die Fledermaus,
die kommen ohne Federn aus.
Bei IHR, da wurden sie vergessen,
und ES wird sowieso gefressen.
Ernüchterung
Ein Mann ging in ein Freudenhaus,
doch kam er ohne Freude raus.
Das Geld war fort, der Drang verpufft,
Der Mann stand in der frischen Luft.
Der Kopf
Nichts ist am Kopf so wunderbar,
als dass bewachsen er mit Haar.
Der Satz ist umso mehr von Sinn,
je weniger im Kopfe drin.