Die neue Zeit

Gedicht von Berndt Baumgart

Die alte Zeit ist nun vorbei,

und Werte sind ganz einerlei.

Es zählen jetzt nur Geld und Macht,

des Satans Werk ist fast vollbracht.

Und was kann ich dagegen tun?

In dunkler Nacht zehn Stunden ruh’n,

geniessen jeden Sonnenschein,

mich über schönes Festmahl freun.

Gott den Herren täglich loben.

Alles Gute kommt von oben.

Gedanken in der Puszta

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Fische, Vögel, Schmetterlinge,
hier sind sie, die schönen Dinge.
Wir dachten schon, sie gibt’s nicht mehr
und kamen voller Neugier her.

Autoscheiben voller Mücken,
heute ist das ein Entzücken.
Ohne Gift sie überleben.
Könnt‘ es das bei uns nur geben!

In Deutschland herrscht der „Pflanzenschutz“,
so nennt der Landwirt diesen Schmutz,
den er stolz auf die Felder fährt.
Monsanto macht die Welt verkehrt!

Die ganze Welt im Gift ertrinkt,
und die Moral der Reichen sinkt.
Wenn die Entwicklung geht zurück,
dann bleibt uns nur privates Glück.

#gedichte

Mensch oder Tier?

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Manchmal frage ich mich hier,
ob ich Mensch bin oder Tier.
Wo der Unterschied denn sei,
das weiß niemand einwandfrei.

Also gliedern wir uns ein
als ein nacktes Tier, ganz fein,
aufrecht gehend, Hand in Hand.
Leider fehlt uns der Verstand.

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#gedichte

Das Gute kommt von oben

Gute Gedichte von Berndt Baumgart
Das Gute kommt von oben

Beim Regen wird die Erde nass.

Die Kinder haben ihren Spaß,

die Älteren nicht minder;

denn sie sind auch nur Kinder.

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Wenn dann die Sonne wieder scheint,

dann sind sie alle ganz vereint.

Das Wetter sie gern loben,

es kommt ja von ganz oben.

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Denn was von oben kommt, ist gut.

Die Alten hatten es im Blut.

Der Kaiser führt uns prächtig;

denn er ist klug und mächtig.

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#gedichte

Der Dauerzweifler

Gedichte von Berndt Baumgart - Autor aus Bayern

Ich freu‘ mich nicht auf diesen Tag,

ach, möge er vergehen.

Denn morgen wird es, wie ich’s mag:

Das musst du doch verstehen.

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Doch morgen wird’s genauso sein,

das ist nicht ausgeschlossen.

Vielleicht auf übermorgen freu’n?

Ich zweifle unverdrossen.

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#gedichte

Heimatgedanken

Heimatgedanken

Zugereist und zugezogen,

mancher hat uns angelogen;

sprach, seine Heimat wäre hier,

In Wirklichkeit kam er aus Trier.

Eigentlich ist das nicht wichtig.

Allerorten ist man richtig!

Der Mensch lebt hier und manchmal dort,

oder an einem andren Ort.

Das Erdenrund ist grenzenlos.

Wir leben in der Mutter Schoß,

und mit der Heimattümelei,

ist es, gottlob, schon lang vorbei.

Langsam sind wir klug geworden.

Glauben nicht den Menschenworten.

Egal, ob klug, ob schön, ob fett;

am wichtigsten ist: Sie sind nett.

#gedichte

Der Soldat

Gedichte

Der Soldat

Der Wind durchs alte Kloster weht.

Die Mauern atmen graue Zeit.

Die Nacht bricht an, es ist schon spät.

Bis in die Heimat ist es weit.

„Was tu ich hier?“  frag ich mich leis.

Muss folgen einem Dummbefehl.

Wer ihn geschrieben, niemand weiß.

Ich soll verraten meine Seel‘.

Und als ich dachte, kam ein Schuss,

der mich verfehlte, welch ein Glück.

Ich wachte auf, nun kommt der Schluss:

Der Krieg ist aus. Ich komm zurück.

#gedichte #frieden